Kapitel 4

Alina Wacker

von Alina Wacker

Story
Köln

Ich hörte nach längerer Zeit auf zu weinen und dachte nun über Kira und das Bild nach. Amira hatte selbst gesagt, dass Kira eine schlimme Person ist, weil sie andere mobbt. Und nun machten sie zusammen Bilder. Es wollte mir nicht in den Kopf. Ich entschloss mich dazu, nicht mehr daran zu denken und mich einfach auf meine Prüfungen vorzubereiten. Biologie, Englisch und Geschichte standen noch an. Dazu kamen noch Hausaufgaben und zwei Referate. Ich merkte, wie kräftezehrend das war, aber ich wollte mein Bestes geben. Also saß ich wieder am Schreibtisch und tippte alles für die Referate ab. Ich gestaltete noch Karteikarten für den Vortrag am Montag. Dann schrieb ich die Hausaufgaben für Mathematik in mein Heft und entschied mich dann dazu, Geschichte zu lernen. Meine Bücher lagen um mich herum und auf meinem Collegeblock zeichnete ich viele Zeitsträhle und Mindmaps bis meine Hand vom Schreiben schmerzte. Als ich wieder auf die Uhr sah, war es schon 20 Uhr. Elias klopfte behutsam an der Tür. Ich rief ihn herein, und er stellte mir ein Tablett auf den Tisch. Ein Teller mit Schnitzel und Kartoffeln und dazu ein Glas Apfelschorle. Mein Bruder sah mich an und bemerkte wohl, dass ich geweint hatte. Er strich mir über das Haar und rückte mich einmal fest. Ich ließ es zu. Er warf einen Blick auf mein Chaos und fragte mich ruhig:„ Soll ich dir irgendwie helfen?“ Ich schüttelte nur den Kopf und er sah das als Zeichen um wieder zu seinem Zimmer zu gehen. Ich ernte wieder bis spät in die Nacht. Amira schrieb mir nun wieder wegen der Hausaufgaben. Ich zögerte. Mein Kopf sagte mir:„ Nein! Sie hat dir wehgetan. Lass sie nun mal links liegen.“ Ich hörte auf meinen Verstand und schrieb nicht zurück. Am nächsten Morgen wachte ich total müde auf. Ich kroch aus dem Bett, lief ins Bad und putzte Zähne. Dann lief ich wieder zu meinem Kleiderschrank zurück und streifte mir meinen schwarzen Hoodie über. Dazu noch eine dunkle Jeans und meine Sneaker. Mein kastanienbraunen Haare band ich zu einem Zopf und dann ging ich in die Küche wo Elias mit einem Kaffee auf mich wartete. Ich dankte ihm und leerte die Tasse schneller als er. Ich war schon dabei, die Wohnung zu verlassen als er mich aufhielt und anbot, mich zur Schule zu fahren. Er grinste und warf mir den schwarzen Helm zu. Ich fing ihn auf, und zog ihn über. Dann liefen wir zur Garage, und er holte sein grünes Motorrad. Ich schloss die Wohnung ab und kam zu ihm. Er zog seinen Helm fest und dann fuhren wir auch schon in Richtung meiner Schule. Ich genoss den kühlen Wind heute, da er mir einen freien Kopf brachte. Wir waren nach einer guten halben Stunde angekommen und er ließ mich absteigen. Er klappte das Visier hoch und erinnerte mich:,, Ich hole dich auch wieder ab. Wenn irgendwas ist, ruf an. Ich bin immer erreichbar.“ Ich nickte dankbar, und verabschiedete mich von meinem Bruder. Dann schulterte ich meinen Rucksack und lief zur Eingangshalle der Schule. Ich lief zielstrebig zum Klassenzimmer von Herrn Schneider, wo ich mein Referat abgab. Er bedankte sich und schrieb irgendwas in sein Büchlein. Ich hetzte weiter zu Frau Blum, um mein zweites Referat abzugeben. Auch sie bedankte sich und ich kam noch rechtzeitig zu meinem Klassenraum, wo der Geschichtskurs in Zehn Minuten startete. Auf halbem Weg dahin sah ich zwei Gestalten mir gegenüber. Amira mit Kira. Sie schienen zu lachen, über… Mich!

© Alina Wacker 2024-05-08

Genres
Romane & Erzählungen