von Amira Osman
Am nächsten Morgen weckte mich ein leises Klopfen. Als ich dann die Tür öffnete, stand Jaxon in seiner Trainingskleidung vor mir.
„Wir haben lange nicht mehr trainiert, findest du nicht? Komm schon, zieh dir deine Trainingssachen an und komm in den Trainingssaal. Ach und vergiss nicht dir deine Haare zu kämmen. Du siehst fürchterlich aus!“ lachte er. Ich warf ihm einen belustigten Blick zu und schloss die Tür. Ich kämmte mir das Haar und zog meine Sachen an. Als ich dann in den Trainingssaal kam, nahm ich mir ein Schwert aus dem Schrank und ging auf Jaxon zu.
„Achte auf die Bewegungen deines Gegners!“, rief er mir zu. Er stieß mit dem Schwert zu und ich wich aus. Doch dem nächsten Stoß konnte ich nicht ganz ausweichen und er traf mich leicht mit der Klinge am Arm. Ich schnappte nach Luft. Er kam auf mich zu.
„Celestine? Ist alles gut?“ ich nickte.
„Nur eine kleine Wunde“, sagte ich mit zusammengebissenen Zähnen.
„Weißt du, in drei Tagen haben Noel und ich Geburtstag. Hast du schon etwas für Noel oder wüsstest du was er sich vielleicht wünscht?“versuchte ich das Thema zu wechseln.
„Nein, für Noel habe ich noch nichts, aber für dich weiß ich schon was ich hole.“
„Und was?“, fragte ich voller Hoffnung, ich könnte es aus ihm herauskitzeln.
„Sag’ ich nicht du Dummerchen!“ Ich machte einen Schmollmund und meinte dann:
„Deshalb hasse ich es Geburtstag zu haben! Nun Gut. Kommst du morgen mit ein Geschenk für Noel zu holen?“
„Ach Süße, dein Geburtstag hat doch nichts damit zutun! Aber ich würde gerne mitkommen!“ Danach trainierten wir weiter. Nach einer Stunde sagte Jaxon, dass wir jetzt genug trainiert hatten. Ich schaffte es jetzt immerhin das Schwert in der Hand zu behalten und Jaxons Klinge auszuweichen. Ich ging also auf mein Zimmer und machte mich fertig um mit Jaxon im Speisesaal zu essen. Wir waren lange nicht mehr dort gewesen. Nachdem wir fertig gegessen hatten, gingen wir in mein Zimmer. Dort war Raphael, der auf meinem Bett saß und irgendwie verzweifelt wirkte.
„Was machst du in meinem Zimmer?“ Als er mich und Jaxon sah, hob er eine Braue.
„Wo wart ihr?“
„Wir haben gegessen. Im Speisesaal.“antwortete Jaxon. Raphael nickte.
„Ich wollte mich bei dir entschuldigen, Celestine. Es tut mir leid.“ich lächelte ihn an und kicherte. „Vergeben und Vergessen, Brüderchen. Kommst du morgen mit, ein Geschenk für Noel zu holen? Also falls du noch keins hast.“
„Ich habe zwar schon eins aber ich komme trotzdem mit.“ich nickte und Raphael und Jaxon wünschten mir eine gute Nacht und gingen anschließend in ihre Zimmer. Ich träumte von Jaxon der die gleichen Hellblonden Haare hatte wie Raphael. Man könnte fast schon denken, dass die beiden Zwillinge waren. Der einzige Unterschied war, dass Raphael die gleichen grünen Augen hatte wie ich, wo hingegen Jaxon Honigbraune Augen hatte.
© Amira Osman 2024-01-29