Heute, 17.6.24, wollte ich von Eggenburg nach Wien um 15,17 Uhr mit der ÖBB fahren. Auf der Anzeigetafel stand bereits „Schienenersatzverkehr“ zwischen St. Andrä Wördern und Kritzendorf, wegen eines Verkehrsunfalles, hörten wir später. Ich einen Rucksack, ein schweres Einkaufswagerl und meinen Gehstock „Ferdinand“. Es hieß, wir fahren bis St. Andrä-Wördern, dann mit dem Bus nach Kritzendorf und von dort wieder mit dem Zug weiter bis nach Wien. So war es geplant. Wir fuhren aber nur bis Tulln, dann war Endstation, es sollte mit dem nächsten Zug weitergehen. Dieser kam natürlich erst in einer Stunde. Na gut, in St. Andrä Wördern Endstation, hinaus zu den Bussen. Leute für 3-4 Busse waren vor Ort. Ein Bus stand da, einen Platz konnte ich noch „erobern“, sagte doch glatt der Fahrer: „Ich fahre in einer Dreiviertelstunde, habe jetzt Pause“. Hat man dann gemeint, wir sollen froh sein, sitzen zu können. Aha! Hinter uns stand ein zweiter Bus, nach kurzer Zeit kam der hervor, stiegen wieder Leute ein und der fuhr sofort weg, wir warteten brav eine Dreiviertelstunde. In Kritzendorf gibt es noch die Stufen, also einen Übergang von einem Bahnsteig zum gegenüber liegenden. Zuerst hieß es, leider drüben, ich strampelte mich mit den Sachen ab, kam zur Hälfte, dann wieder retour, es kommt doch einer vom anderen Bahnsteig nach Wien. Herrlich, ich war fast geschafft! Das „Lustige“ war ja die Ansage in Tulln: dass wir vorbereitet wurden, keinen Platz zu bekommen und auf andere „Reisemöglichkeiten“ umzusteigen. Na, vielleicht ein Taxi oder wollte man uns einen Flieger bereitstellen? Unterwegs bei Greifenstein sahen wir vom Bus aus noch die Lok, die aus den Schienen gesprungen ist, das war der Verkehrsunfall! Mit 2 Stunden Verspätung kam ich dann in Wien an. Ich erlebte es schon einmal, die Koordination der ÖBB ist für mich nicht sehr optimal, man müsste auf solche Fälle doch stets vorbereitet sein! Im Vorjahr wollte ich eben auch von Eggenburg nach Wien fahren, meinte man am Bahnhof Eggenburg, wo schon zig Leute warteten, es kommen Schienenersatzbusse. Denn in Ziersdorf ginge es weiter mit dem Zug nach Wien. Nach 2 Stunden war noch immer kein Bus da. Zufällig (?) kam dann ein Taxi, mit dem fuhren wir zu dritt nach Ziersdorf, wo es weitergehen sollte. Wir reichten dann die € 30,– bei der ÖBB ein und wurden natürlich abgelehnt. Darum wollte und musste ich heute den Bericht an die Zeitung senden, die es aber leider nicht gebracht hatte. Motto: „Lass dein Auto stehen und fahre mit der Bahn“. Beim 1. Mal wartete eine blinde Freundin vergeblich auf mich, ich sollte mit ihr einen Termin absolvieren. Beim jetzigen Mal versäumte ich leider in Wien ein Konzert. Es tut mir leid, dies musste ich einfach zu Papier bringen, denn dann ist der Ärger darüber doch etwas leichter geworden.
© agnes thinschmidt 2024-07-30