von Horst Sammet
Bei wunderschönem sonnigen Frühlingswetter sitzen wir “Alten” gemütlich auf einer Parkbank und ruhen uns auf der halben Spazierrunde erstmals aus. Viel Volk ist unterwegs, denn jeder will an diesem prächtigen Sonntag draussen sein.
Ein Clown mit einer Kinderschar im Anhang kommt auf uns zu, stellt einen Eimer vor sich hin und mit einer Drahtschlinge zieht er große Seifenblasen heraus. Schau mal, sagt meine Liebste, wie früher, so viele sind schon zu sehen. Das haben wir schon lange nicht mehr gemacht, Seifenblasen pusten und deren Tanz im leichten Windspiel zuzusehen. Weißt Du noch, wie die anderen immer zu uns sagten? Ja genau: Seid doch nicht so kindisch!
Die Kinder haben richtig Spaß und laufen den niedrig fliegenden Blasen hinterher, einige werden gefangen und plopp weg sind sie. Das Spiel kann gleich wieder von vorne beginnen.
Eine sehr große Seifenblase schwebt auf uns zu, dreht sich immer schneller und schwupp sind wir mitten drin. Da gibt es viel zu zu sehen, Berge und Seen, Pflanzen und Tiere, auch Geschichten zum lesen tauchen auf und verschwinden wieder vor unseren Augen. Es ist so schön, wie sich das Licht in Regenbogenfarben bricht. Wir kommen auch aus dem dunklen Universum, werden vom Licht angestrahlt und steuern durch Raum und Zeit.
Vielleicht werde ich Spuren hinterlassen und einige Geschichten bleiben unsterblich, denn auch wir haben uns bei story.one niedergelassen und sozusagen verewigt. Danke, Danke meinen 98 Folgern, die mir auch immer wieder schöne Rückmeldungen geben, über die ich mich sehr freue. Nicht böse sein, wenn ich nicht oder nicht sofort reagiere, denn oft fehlen mir gerade die passenden Antworten oder es fällt mir nichts ein.
Ich folge inzwischen über 400 Storianern (damit sind ALLE gemeint, denn die neumodische Gendersprache liegt mir nicht und ich finde es doof) und so kann ich viele unterschiedliche Geschichten lesen, sowie dabei viel lernen und erfahren. Außerdem belohne ich alle mit einem Herzchen als Wertschätzung der gelesenen Seiten, nur mit dem Kommentieren habe ich wieder Schwierigkeiten, weil mir spontan das Passende nicht einfällt. Es macht mir aber große Freude und story.one ist mein neues Hobby geworden.
Die Seifenblase hat genug und gibt uns wieder frei, steigt nach oben und zerplatzt in tausende kleiner Tropfen. Beim nach Hause gehen stellen wir fest, dass wir Leo mit seinen vielen Geschichten und Kommentaren vermissen. Warum hat er story.one verlassen? Strahlt sein Stern nicht mehr oder schreibt er an einem großen Buch und wird uns bald überraschen? und damit wieder auf der Sonnenseite des Lebens stehen, wer weiß.
Ja, wir wollen wieder Kinder sein, stehen auf dem Balkon und lassen Seifenblasen schweben. Die vielen Tauben, Elstern und Krähen fliegen schimpfend davon. Das ist lustig und wir pusten immer neue Seifenblasen hinaus in die frühlingshafte Luft. Die Kindheit ist wieder da und wir sagen: Danke liebe Seifenblasenkugeln!
© Horst Sammet 2022-03-13