Vierter Teil

von Peter Siegfried Krug

Probleme mit der Schule

Im Schutz der her-anbrechenden Dunkelheit kehrte er nach Hause zurĂĽck und kroch unauffällig in sein Bett, das gleich neben Adi´s Bett war. Das Einschlafen und Durchschlafen war fĂĽr Peter zu einem Problem geworden. Nachts musste er auf die Toilette und traute sich vor Angst nicht mehr aus dem Bett bis er irgendwann einschlief. Als er am nächsten Tag von der „Mama“ um 6 Uhr frĂĽh geweckt wurde entdeckte er, dass sein Bett nass war. Das weiĂźe Leintuch hatte einen groĂźen runden, hässlichen gelben Fleck bekommen. Es war unbeschreiblich peinlich. Mit niemandem traute er sich darĂĽber reden. Peter befĂĽrchtete, wenn dass die „Mama“ sieht, dass sie ihn möglicherweise in den Keller einsperrt. Unbedingt musste Peter etwas tun, um den Fleck wegzukriegen. Anstatt wie ĂĽblich sofort nach Mamas Morgenruf aufzustehen, blieb Peter im Bett liegen in der Hoffnung, dass die Körperwärme die Nässe aufsaugt und den gelben Fleck zum Verschwinden bringt.

Nach einer gewissen Zeit musste er das Bett dann doch verlassen und glaubte, dass der gelbe Fleck heller geworden ist. Er spannte das nasse Leintuch besonders schön und faltete die Bettdecke so ordentlich wie nie zuvor. Wie ĂĽblich aĂź er seine Butterbrote, die die „Mama“ morgens vorbereitete und ging dann mit Adi und Daniel gemeinsam zur Schule.

In der Mathematikstunde malte die Lehrerin Anna Karl grĂĽne, rote und braune Vierecke, Dreiecke und Kreise auf die Schultafel und kreiste einige dieser Figuren anschlieĂźend ein. Die SchĂĽler mussten anschlieĂźend die Aufgabe lösen. Peter verstand aber gar nichts und hatte keine Ahnung, wie er die Mengenlehre bewältigen konnte. Verwirrt kehrte er wieder nach Hause und wurde von der „Mama“ mit einigen Watschen “begrĂĽĂźt”. Anstatt in den Wald gehen zu können erhielt er eine besondere Strafe. Er musste einige hunderte Male in Schönschrift den Satz schreiben „Ich bin dumm und weiĂź nicht warum.“ Peter verbrachte so den ganzen Nachmittag am Tisch bis abends die „Mama“ von der Stadt Salzburg zurĂĽck kam. Die „Mama“, die sich mittlerweile wieder beruhigt hatte akzeptierte seine Schreibarbeit und bereitete das Abendessen fĂĽr alle vor. Peter wusste, dass er seine Hausaufgaben schon wieder nicht machte und es quälte ihn, dass er in Mathematik keinen Durchblick hatte.

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