Wu Wei – Tun, durch Nicht-Tun 1#

DWDH

von DWDH

Story

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) Ich versuche dir gerade Wu Wei etwas nĂ€her zu bringen. HĂ€ufig birgt das Verstehen dieser einfachen Botschaft Anfangsschwierigkeiten. Aber die sind vollkommen normal. Unsere Gesellschaft ist auf eine Art und Weise erzogen worden, dass die Individuen im starren Glauben sind, alles kontrollieren zu können. Doch je mehr wir versuchen unter Kontrolle zu halten, desto mehr Dinge entrinnen uns zwischen den Fingern. Daher fĂŒhre ich zwei weitere Beispiele und Gedankenexperimente an, durch die du das Wu-Wei-Prinzip verstehen könntest.Wenn wir von A nach B gehen, funktioniert das wie von selbst. Wir stehen auf und laufen los. Unser Herzschlag schlĂ€gt wie von selbst. Dabei mĂŒssen wir nicht mal etwas tun. Die meisten von uns bemerken den Herzschlag gar nicht.So auch das Denken – wir mĂŒssen praktisch nichts tun und dennoch kreist unser Kopf den ganzen Tag um tausende Themen (bis zu 68tsd. Gedanken denkt ein Mensch im Durchschnitt pro Tag!) Aber das ist gut so. Wir haben Wu Wei im Denken, Gehen und im Herzschlag bereits impliziert. WĂŒrden wir ĂŒber jeden Schritt nachdenken, um vorwĂ€rts zu kommen, wĂ€re das sehr mĂŒhselig. MĂŒsste ich mit jedem Gedanken zuerst ĂŒberlegen, wie das Denken funktioniert, wĂŒrde ich wohl keine Lösung finden. Und wĂŒrde ich mein Herz manuell zum schlagen bringen, dann wĂ€re ein Vergessen tödlich! Je mehr wir ein Thema analysieren und es zu verstehen versuchen, desto schwieriger wird es, das Thema zu erleben. Ich kann nicht ĂŒber die Funktion des Denkens denken und dabei hoffen, dass ich dadurch eine kreative Lösung finde. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man dabei eher Gefahr lĂ€uft, sich in der Analyse zu verlieren. Aber auch beim Gehen: WĂŒrde ich dauernd das Gehen analysieren und verstehen wollen, wie könnte ich dann in den Genuss eines flĂŒssigen Ganges kommen? (
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© DWDH 2021-12-11

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