Zakinthos

Christian Mayerhofer

von Christian Mayerhofer

Story
Griechenland

„Ein 40 m langer Frachter, gestrandet auf einem gelb goldenen Kiessandstrand, der wie drapiert da liegt, ist das Wahrzeichen von Zakinthos. Besser als vor der bis zu 200 m hohen Kalksteinwand hätte der Zigarettenschmuggel 1980 auf der MV Panagiotis also nicht enden können. Das Wasser schimmert hier in sattem Türkis, das an manchen Tagen milchig ist, weil sich Kalkstein einmischt …“*

1212 wurde auf Zakinthos das römisch-katholische Bistum Zante gegründet; Zakinthos (Stadt) wurde Bischofssitz. Die Pfalzgrafschaft Kefalonia und Zakinthos fiel 1324 an den König von Neapel aus der Familie Anjou; die Herrschaft der Orsini endete. Die Insel fiel 1482 nach dessen erfolgreichem Krieg gegen das osmanische Reich (1463 – 79) an Venedig. Die Venezianer übten die Kontrolle über die Insel Zakinthos bis zum Fall Venedigs an Napoleon I. 1797 (Frieden von Campo Formio) aus. Die Venezianer nannten ihr Zante liebevoll „Fior di Levante“, die Blume des Ostens. (Wikipedia)

Zakinthos ist die südlichste der Ionischen Inseln, sie weist eine Fläche von 406 km2 auf. Der Boden ist sehr fruchtbar und bringt daher auch gute Weine hervor. Zakinthos-Stadt: „Die Uferstraße beginnt an ihrem Westende mit der größten, bedeutendsten Kirche der Stadt, dem Inselheiligen Dionysos (1547 – 1622) geweiht. In den 1980er Jahren vollständig im traditionellen byzantinischen Stil ausgemalt, zeigt ein Teil der Fresken Szenen aus dem Leben des Heiligen. An der Westfassade sind in den Mosaiken Ionische Heilige zu sehen; der hl. Spirodonas von Korfu, der hl. Gerasimos von Kefalonia und der hl. Dionysos. Unmittelbar an die Kirche schließt sich das Bischofspalastgebäude an. Der Weg führt weiter zur Platia Agiou Markou mit ihren vielen Cafés und der kleinen Kirche San Marcus (Tizian-Gemälde). Von hier aus geht es Richtung Meer zur Platia Solomou weiter. Auf dem lang gestreckten Hügel oberhalb der Inselhauptstadt wacht noch immer die Festung der Venezianer – oder das, was von ihr geblieben ist, denn nur Außenmauern und Tore sind gut erhalten. Der Blick hinunter auf die Stadt, den Hafen und rüber aufs Festland, den Peloponnes, ist grandios.“*

Die Insel ist ein Outdoor-Paradies; neben dem üblichen Wassersport an den einzigartigen Sandstränden, ist auch der Schiffswrackstrand (Navagio) sowie der Askos Stonepark ein Besuch wert. Daneben gibt es für Mountainbiker ein reichhaltiges Angebot. Für kulturell Interessierte ist zum Beispiel auch das Kloster Agios Georgiou Krimnon sehenswert: „Im Kloster nahe der Steilküste im Nordwesten ist was los; hinter den Mauern einer Klosterfestung prunkt ein mächtiger Wehrturm, griechisch beflaggt. Junge, langhaarige Mönche laden Gäste, selbst wenn sie nur sommerlich gekleidet sind, zur Messe in die barocke Klosterkirche ein. Von drinnen hallen die liturgischen Gesänge nach draußen auf die kleine Terrasse. Auf dem Tisch wird Lokum zum Naschen angeboten. Aus den Wohntrakten hört man Töpfe und Geschirr klappern, Katzen rekeln sich neben riesigen Blumentöpfen. Diese Eindrücke nimmst du mit, wenn du von hier zum 1,5 km entfernten Schiffswrack-Viewpoint aufbrichst …“*

*“Zakinthos“, Mairdumont, 2022, Ostfildern



© Christian Mayerhofer 2023-11-07

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