von Lea Tietz
Zu lieben versagt; ich hab‘ noch nie
Den frischen, zarten Wind geküsst.
Die Morgenstund‘ verkam so früh,
Dass ich des Glücks nicht wurd‘ begrüßt.
Ich dacht‘, dass Lieblichkeit wär‘ hell,
So wie so jeder Sonnenstrahl.
Doch damals war das Licht so grell,
Verschwommen durch den Blick der Qual.
Wusst‘ nie, ich hab‘ dich schon geliebt,
In frühen, jungen Kinderjahr’n.
Gezeiten in dem Waldgebiet,
Ich liebte dich mit jedem Mal.
Jetzt weiß ich, Liebe ist nicht mal verkehrt.
Sie braucht nur starken Mut.
Denn seh‘ ich dich und seh‘ ich mich,
Schlägt mein Herz vor Wut.
Wie konnt‘ ich dich nur gehen lassen?
Es sollte nicht geschehen.
Mit jedem Mal, ich seh‘ die Straße,
Mein Herz will von mir gehen.
Denn schlägt nicht deins,
Pocht auch nicht meins.
Denn Liebe ist wie hassen.
Man hasst das Bild von Einsamkeit,
Drum kann ich dich nicht gehen lassen.
Halt‘ mein Herz ganz fest beisammen
Und lass‘ es bloß nicht fallen.
Denn fallende Herzen sind wie feuernde Waffen,
Nicht bestimmt in der Welt zu sein.
Über die Brücke, durch einen Bach,
Mit Füßen in den Händen.
Lieber bei dir als in dunkler Nacht.
Lass uns friedlich enden.
© Lea Tietz 2024-01-02