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#kreativität#schreiben#filme

Mein Traum, der zerplatzte

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Mein Traum, der zerplatzte | story.one

Schon als kleiner Junge hatte mich neben dem Schreiben und Geschichtenerzählen, auch die Schauspielerei beziehungsweise auch das Produzieren von Filmen sehr interessiert. Von daher besuchte ich eine Media-Hauptschule, die neben den herkömmlichen Fächern auch die Filmproduktion lehrte. Zudem gab es ein Schulradio in der wir unsere journalistischen Fähigkeiten, aber auch unsere Talente als Moderatoren unter Beweis stellen konnten. Das Journalistische, konnten wir zudem auch über die Schülerzeitschrift präsentieren. Es war eine tolle Zeit für mich. So lernte ich die Welt der Filme umso mehr kennen und fand immer mehr Gefallen daran, sodass ich meine Erfahrungen auch nach dem Hauptschulabschluss erweitern wollte. Dies tat ich dann auch, jedoch nicht in höheren Schulen oder in den dafür vorgesehenen Ausbildungsstätten, sondern schnupperte mal da und mal dort und machte mal hier ein Praktikum und dort wieder eins. Die Jahre vergingen, ich lernte immer etwas Neues dazu und wusste so ziemlich alles, was man über diese Branche wissen musste. Zumindest was die Arbeit hinter der Kamera anbelangt. Da ich jedoch auch unbedingt vor der Kamera stehen wollte, beschloss ich das Prayner-Konservatorium zu besuchen. Aber nicht um die Kunst des Schauspiels zu erlernen, sondern um als Moderator beruflich tätig sein zu können. Denn ich hatte mich, weil ich mir die Schauspielerei doch nicht zugetraut hatte, kurzfristig um entschieden. Dies tat ich dann auch eine sehr kurze Zeit lang, jedoch waren es keine großartigen Auftritte. Es handelte sich dabei jedes Mal um drittklassige Fernsehsender, die damals von Amateurfilmemachern produziert wurden. Also kein wirklich gutes Sprungbrett um hierbei Karriere machen zu können. Also griff ich auf meinen ursprünglichen Wunsch zurück und probierte es doch mit der Schauspielerei. Obwohl ich bei einer Werbeagentur registriert worden war, bekam ich kaum Aufträge. Also im Jahr war es gerade mal ein einziger Auftrag, in dessen Casting ich meist nicht überzeugen konnte. Dies gelang mir in all den Jahren nur zweimal. Und weil ich damit unzufrieden gewesen war, beschloss ich meine eigenen Drehbücher zu schreiben und meine eigenen Filme zu produzieren. Das hieß also, dass ich für alles zuständig gewesen war. Drehbuch, Regie, Ton, Licht, Schnitt, Catering und selbstverständlich besetzte ich auch die Hauptrolle. So konnte es ja nur erfolgreich für mich enden und mir der Durchbruch gelingen, richtig? Falsch. Das Ganze machte es nur noch schlimmer. Ich war überfordert. Da ging gar nichts. Mein Traum von einer Karriere als Schauspieler war vorbei. Irgendwann hatte ich das eingesehen und wandte mich davon komplett ab und widmete mich nur dem Schreiben. Ich mag zwar kein Bestseller-Autor oder dergleichen sein, aber das Schreiben bereitet mir sehr viel Freude und es gehört zu einem der wenigen Dinge in meinem Leben, die ich, wenn auch nur halbwegs, gut kann.

© Akif Turan 2021-02-26

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