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#liebesgeschichten

Einsam um die Welt XV

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Einsam um die Welt XV | story.one

„Aber ich habe doch Sie Bad!“ „Zu freundlich Aischa, aber ich muss übermorgen für 2 Wochen ins Ausland und wer weiß, wie lange Sie noch hier aushalten müssen!“ „Ja Bad, das ist ganz lieb von Ihnen. Aber wollen wir uns nicht erst einmal begrüßen?“ Und sie öffnet ihre Arme und lädt mich ein, sie zu drücken. Nur zu gerne komme ich der Aufforderung nach. Ich möchte sie am liebsten nicht mehr loslassen und auch Aischa mach keine Anstalten, die Umarmung frühzeitig aufzulösen. Mit jeder Sekunde nehme ich ihren betörenden Duft wahr. Sie ist eindeutig frisch geduscht und ihr kräftiges schwarzes Haar strahlt mit der Sonne um die Wette. Bevor wir uns lösen, gibt sie mir einen Hauch von Kuss auf meine Wange und flüstert mir ins Ohr „Wollen wir nicht, Du sagen lieber Bad?“

„Nur zu gerne Aischa!“ Und als ich ihr in die Augen schaue, muss ich mich zwingen den Augenblick zu zerstören, um mich nicht zu verraten. „Wie geht es Dir heute?“ Frage ich beiläufig und setze mich wie gewohnt neben sie ans Bett. „Schon ein bisschen besser Bad, die quälenden Gedanken haben mich diesmal nur die halbe Nacht besucht und ich fühle mich heute ausgeschlafener. Ich habe es sogar ohne Hilfe in die Dusche geschafft. Ich hoffe, es ist dir aufgefallen?“ Und sie schickt mir eindeutig einen auffordernden Augenaufschlag, der wohl bedeuten soll, sag jetzt bloß nichts falsches Junge „Und, ob mir das aufgefallen ist, dein Haar glänzt wunderbar und duftet herrlich. Ich weiß nur nicht wonach!“

„Nach Jasmin Bad! Wie lange möchtest du mich eigentlich noch auf die Folter spannen, was du in alles in dieser Monstertasche hast?“„Ja natürlich Aischa. Bücher, paar CDs, Spiele und mein altes Tablet, was ich gleich mal versuche, mit dem W-Lan zu verbinden.“ „Oh, das klingt nach Langeweile ade. Super Bad! Zufällig auch ein Damenhöschen dabei?“ Mir steigt die Röte ins Gesicht, worüber sie sich köstlich amüsiert, ihre Frechheit wird aber mit Schmerzen belohnt „Öh, nein. Nur Boxershorts XXL, die sollten dir vielleicht passen?“ Kontere ich und das saß. Wir Lachen zusammen und danach muss sie sich erst einmal von den Lachschmerzen erholen.

„Ohne Quatsch Bad, ich habe wirklich ein Höschen Problem und ich wollte dich fragen, ob du in meine Wohnung fahren könntest, um mir einiges zu besorgen. Natürlich nur, wenn das nicht Zuviel verlangt ist?“ Ich bin erst einmal sprachlos und muss schlucken. Es gibt wohl kaum etwas Intimeres, als einen wildfremden Menschen in seine Wohnung zu bitten und in seinen Schränken wühlen zu lassen. Und dann noch einen Mann! „Bist du sicher, Aischa? Gibt es wirklich niemand Geeigneteren. Keine Freundin, Kollegin, die du ansprechen könntest? Also verstehe das bitte nicht falsch, natürlich mache ich das gern, aber es macht mir schon Unbehagen, so tief in deine Privatsphäre einzudringen, wo wir uns doch kaum kennen!“

© BadLetters 2021-05-04

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