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#freiheit#gedanken#hilflosigkeit

Sie sind immer da - Wir selbst

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Sie sind immer da - Wir selbst | story.one

Sie sind immer da, unüberwindbar. Unausweichlich, nicht zu übersehen. Die Bilder in meinem Kopf.

Manchmal frage ich mich, woher sie kommen. Werden wir alle von einer höheren Kraft gelenkt? Oder gibt es mich gar nicht, sondern bin ich nur ein Gehirn im Wasserglas? Führe und besitze ich mein eigenes Leben?

Wer bin ich und was macht mich aus? Da sind meine Erinnerungen, welche ich hoffentlich bald löschen kann. Meine Gedanken, welche aus all den fremden Stimmen und Bildern bestehen.

Je schneller ich davonrenne, desto größer werden die Bilder, desto lauter werden die Stimmen. Sie bestimmen meinen Alltag und sie besuchen mich im Traum.

Das alles bin nicht ich. Das alles sind die Erscheinungen, Gedanken und Erinnerungen anderer, die sich langsam in mich fressen, immer tiefer in mich dringen. Bald werde ich nicht mehr vorhanden sein. Bald bin ich nur noch ein Abbild anderer.

Die Welt dreht sich immer schneller und schneller. Wer bin ich?

Sie machen mich aus. Ohne ihnen wäre ich dann doch einsam.

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Wir sind so klein doch uns selbst so wichtig.

Jeder macht das Leben durch, aber keiner kann uns lernen wie. Keiner kann uns sagen warum. Jeder muss selbst lernen, zu leben. Wir selbst sind unser Mittelpunkt.

Ich will rennen, aber je mehr ich denke, desto mehr erdrückt es mich. Ich kann keine Fehler machen. Ich weiß, dass ich sie machen werde. Doch nichts zu tun ist genauso falsch.

Kann mir denn niemand sagen, was richtig ist? Es gibt nichts. Wohin soll ich gehen? Ich will mich nicht verbrennen, allerdings will ich viel weniger für immer in der lauwarmen Luft stehenbleiben. Lass uns Geschichte schreiben, doch ohne die Geschichte zu durchleben. Lass uns inmitten des Lebens denken, wir können nicht mehr und danach traurig sein, dass es ein Ende findet. Lass uns doch einfach leben, unser Bestes geben und uns bemühen. Wir selbst sind unsere größte Bürde.

Ich baue mir meine Barriere durch Steine der Sorge. Es schmerzt so sehr, von Anfang an gewusst zu haben, dass alles in irgendeiner Art und Weise falsch ist. Ich kann wohl nicht meinen Liebsten gerecht werden, wenn ich selbst nicht glücklich bin.

Wohin muss ich gehen? Ich weiß es nicht und keiner kann es mir erzählen. Ich ertrinke im fehlenden Wissen und werde vom Überschuss an Informationen zerdrückt.

Perfekt wird man nie, doch das Vergangene und das Zukünftige sind es.

Ist nicht genau das der Ansporn, zu leben? Ich traue mich nicht. Wir selbst sind unsere größte Bürde, unsere schwerste Last sind unsere eigenen Gedanken.

© Carmen Aschbacher 2021-03-21

Weltfragen Zahlt sich das Leben aus?#alleineVerrückte Welt

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