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Der Kenroku-en

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Der Kenroku-en | story.one

Der Kenruku-en, ein großer Park in Kanazawa, ist mit dem Kairaku-en in Mito und dem Kōraku-en in Okayama einer der drei berühmten Gärten Japans. Er hatte mich an die Nordküste gezogen. Mein zweiter Tag war ihm gewidmet. Kanazawa hat viel zu bieten, daher nutzte ich den Tag auch noch für weitere Erkundungen.

Der Park begrüßte mich mit einigen ehrwürdigen Bäumen. Wie es einem klassischen japanischen Garten entspricht, überrascht er den Besucher auf Schritt und Tritt mit Kontrasten und sonstigen spannenden Effekten. Das Prinzip der Dualität des Yin und des Yang ist in der Parkgestaltung wiedergespiegelt. Es gibt viel Regelwerks. Gleichzeitig wird dafür gesorgt, dass der Garten möglichst naturbelassen erscheint. Ein wahrlich ambivalentes Erlebnis, das tief in die japanische Seele blicken lässt.

Der Park ist auf einem mächtigen Hügel gelegen und bietet einen schönen Ausblick auf die Stadt. Insider fotografieren im Kenroku-en aber nicht in die Ferne oder spezielle Gewächse. Der Star des Parks ist eine ungewöhnliche Steinlaterne namens Kotoji Toro mit zwei eigenartig hohen Standbeinen. Beim Betrachten einer japanischen Quizserie hatte ich gelernt, dass diese Steinlaternen, auch Schneelaternen genannt, ganz gezielt an besondere Aussichtspunkte im Garten bzw. Park platziert werden.

Das viel Grün tat meinem Auge gut. Dennoch erhoffte ich auch Ansätze von Herbstfärbung zu erblicken, aber dazu war es Anfang Oktober noch ein wenig früh. Nordwestlich von diesem edlen Park kann man die mächtige Burganlage begehen, die ebenfalls von imposanten Gartenanlagen umrahmt ist.

Außerhalb des Schlossparks fand ich ein einfaches, aber gemütliches japanisches Lokal und hielt Rast. Für eine Tagestour war es noch nicht genug, und gesättigt mit Kulturerlebnissen, entschloss ich mich zu einem Besuch des Omicho Ichiba Market. Wie im Reiseführer beschrieben, ist diese “Küche Kanazawas” ein entzückender Lebensmittelmarkt in einer Markthalle. Der Charakter des Omicho Marktes ist ganz anders als der des Nishiki Marktes in Kyoto. Beide haben so viel Faszinierendes zu bieten, dass ich sie ungern verließ.

An diesem Tag ging ich früher zur Ruhe als sonst, denn es stand mir die nächste fremde Stadt bevor, die ich auf meine Besichtigungsliste gesetzt hatte, Nagano. Ältere Semester verbinden die Olympischen Winterspiele 1998 damit. Es handelt sich um eine Stadt, die für den internationalen Tourismus nicht vorrangig ist. Die Suche nach einem geeigneten Hotel zeigte mir das bereits im Vorfeld. Ich buchte eine Nacht im Island Hotel, das als zentral gelegenes Hotel beschrieben war. Von dort aus dürfte es also ein Leichtes sein, den bekannten Zenkō-ji Tempel zu erreichen.

Als Extra wurde eine hoteleigener Wellnessbereich angeführt. Das japanische Volk hat eine hoch entwickelte Badekultur. Das ist auch der Grund, weshalb jedes gute Hotelbadezimmer mit einer Badewanne ausgestattet ist. Ich freute mich auf diese Abwechslung.

© Clarissa_Smiles 2021-02-05

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