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#neuanfang#ausderkomfortzone

Der perfekte Zeitpunkt

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Der perfekte Zeitpunkt | story.one

Seit einem Jahr schiebe ich es vor mir hin. Seit einem Jahre warte ich auf den richtigen Moment auf den perfekten Zeitpunkt auf ein Zeichen, welches mir sagt, dass ich jetzt starten sollte. Obwohl ich genau weiß, dass dieser perfekte Zeitpunkt genau wie das Zeichen nicht kommt und vielleicht warte ich genau deswegen darauf, weil wenn die Sachen nicht kommen, dann muss ich mich nicht trauen, nicht alles auf eine Karte setzen und nicht den Schritt aus meiner Komfortzone wagen. Wenn die Sachen nicht eintreten dann kann ich genau hierbleiben, wo ich weiß, was passiert und auch wenn ich es nicht mag, weiß ich hier, was auf mich zu kommt.

Etwas Neues anfangen, wie sich das schon anhört so unvertraut so außer Kontrolle, so unsicher und ungewohnt. Das mag ich nicht, das will ich nicht und doch will ich genau das ins Leben rufen, was schon seit einem Jahr in meinem Kopf umschwirrt aber die Angst vor dem Neuen und dem Versagen kämpft einen sehr guten Kampf gegen mich und so bleibe ich sitzen fange nicht an und drehe mich in dem Kreis, indem ich schon viel zu lange stecke und den ich schon viel zu gut kenne.

Er guckt mich an und was ist, wenn das erfolgreich wird, wenn es sich wie fliegen anfühlt, fragt er mich. Aber was ist, wenn ich falle, wenn ich versage, wenn dass alles umsonst ist, weil ich doch eh das alles nicht drauf habe und das doch eh nicht kann und ja eigentlich will ich das auch gar nicht, versuche ich mir einzureden aber tief im inneren weiß ich, dass es genau das ist, was ich will und wenn da nicht dieses blöde Gefühl wäre und wenn doch jetzt endlich mal der perfekte Zeitpunkt kommen würde, dann hätte ich ja auch schon längst angefangen.

Ich mag keine unkontrollierbaren Sachen, wenn ich nicht weiß, wie das ganze Ende und was da auf mich zu kommt und so ist es schon zu Ende bevor es angefangen hat, weil die Angst gewinnt, im Ring gegen mich hat sie einfach den besseren Schlag drauf.

Aber loslassen will mich die Idee trotzdem nicht. In mir kämpft es, warum ist das so schwer. Warum muss ein Neuanfang immer so schwer sein und trotz all der schreienden Stimmen in meinem Kopf, die mir, sagen ich, sollte aufhören. Nahm ich mein Glas Wein, einen Stift und fing an genau das zu machen, wo ich doch eigentlich auf den perfekten Zeitpunkt warten wollte.

© Honey 2021-05-04

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