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#austausch#lebenskunst#risikofreude

Drei für alle Fälle

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Drei für alle Fälle | story.one

Unterschiedlicher können Männer nicht sein und doch haben diese drei im fraglichen Zeitraum etwas gemeinsam. Genauer betrachtet haben sie zwei Aspekte gemeinsam: den Arbeitgeber und die Gesprächspartnerin.

Durch ihre Tätigkeit haben sie mit vielen Menschen zu tun. Täglich begegnen sie diesen, erfüllen ihre Wünsche und hören sich Beschwerden an. Sie packen persönlich mit an, wenn es gilt, den eigentlichen Zweck des Geschäftsbetriebes zu erfüllen. Einer hat schon aufgrund seiner Körperlänge den Überblick. Ein freundliches, undeutbares Lächeln liegt auf seinem Gesicht. Selten erlebt seine Gesprächspartnerin ihn mit hängenden Mundwinkeln. Jedoch ist sie sich oft nicht sicher, ob da nicht ein leiser Spott in der Stimme mitschwingt. Gelegentlich sitzt ein kleiner Resignator auf seiner linken Schulter und lässt die Flügel hängen. Der Skeptiker sitzt munter auf der rechten und lässt den entsprechenden Mundwinkel nach oben schnellen.

Sie plant eine Kunstaktion und benötigt ein Transportmittel für die Exponate, um die 500 m zwischen ihren Räumen und der Ausstellungsfläche zu bewältigen. Er fragt nach Details, ist begeistert und zeigt ihr die riesige Glasdecke, durch die von seinen Räumen aus der Himmel sichtbar ist. Auf ihre Ideen, ihre Kunst in den ihm verfügbaren Räumen zu präsentieren, diese so zu verschönern und für einen guten Zweck saisongerecht zu gestalten, geht er nur zu gerne ein.

Der Erstgewonnene kann einen weiteren Kollegen für dieses Anliegen begeistern. Dieser Mann reicht ihm etwa bis zur Schulter und ist irgendwie in ständiger Bewegung. Zeit ist knapp. Gespräche sind kurz. Ein übler kleiner Antreiber scheint ihn ständig zu verfolgen. Für die Idee engagiert er sich intensiv und bittet auch seine Mitarbeiter um Unterstützung. Es wird Papier zur Herstellung der Kunstwerke benötigt. Er stellt es bereit. Da ungewöhnliche Formate nötig sind, aktiviert er einen Kontakt. Auch hier gibt es wieder geduldige freundliche Unterstützung und bei jeder Begegnung ein entspanntes Gespräch. Nach Ablauf der Aktion gibt es seinerseits ein messbares Ergebnis.

Ein dritter Kollege kann als Unterstützer gewonnen werden. Von der Körpergröße liegt er zwischen den beiden anderen. Auch er ist von ihrer Idee begeistert und möchte mit den von ihm genutzten Räumen Teil dieser Aktion sein. Die Organisation gestaltet sich schwieriger als gedacht. Doch wird es ein Jahr des guten telefonischen Austausches.

„Drei für alle Fälle“, denkt sie voller Dankbarkeit, wenn sie sich an diese Zeit zurückerinnert. Jeder war in seiner Art und mit den gegebenen Mitteln ein großartiger Unterstützer. Sie hat viel gelernt an dieser Aktion. Kunst an sich ist schon eine Herausforderung. Sie mit einem guten Zweck zu verknüpfen macht die Sache zu einer Jonglage mit den Ressourcen.

© Kathrin Schink 2021-05-16

Menschen verbinden

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