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#zellamseekaprun

am freidog namedog...

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am freidog namedog... | story.one

Zur Siegerehrung der Chiemgau Meisterschaften, ein Wettbewerb, den meine Berufsschule organisierte, konnte ich nicht bleiben.

Ich wurde von zwei Kollegen der DLRG (Deutsche Lebensretter Gesellschaft) abgeholt. Wir machten uns auf den Weg nach Zell am See/Kaprun. Genau genommen auf die Schmitten, zum Ski fahren. Denn Ski foahn is des leiwandste....! Dieser Meinung ist nicht nur Wolfgang Ambros, sondern auch wir, eine Schar junger Rettungsschwimmer.

In Zell angekommen ging es mit der Schmittenbahn hoch in luftige Höhe. Mir war unwohl. Das Seilbahnfahren beÀngstigte mich anno dazumal doch noch sehr.

Wunder, alles ging gut und wir kamen heil oben an. Was fĂŒr eine Erleichterung!

Wir bezogen unsere Zimmer und nahmen das Abendmahl mit Blick auf die umliegenden Dreitausender ein.

Danach ging es raus in den Schnee. Die Open-Air-Party begann. Wir holten das Lasso raus und ritten wie Cowboys um die Wette.

SpĂ€ter gelang es uns, ein Winterlagerfeuer zu entzĂŒnden. Wir hatten viel Spaß in der klaren, klirrend kalten Luft.

Als es dann zur spĂ€teren Stunde doch zu kalt wurde, verzogen wir uns in den gemĂŒtlichen Innenraum der Pension.

Ich spĂŒrte, wie die Blicke eines hĂŒbschen Kollegen auf mir ruhten. Wir flirteten und verweilten noch lange in einer stillen Ecke.

Irgendwann wurde ich dann doch mĂŒde und verzog mich aufs Zimmer. Meine Mitbewohnerin und ich quatschten noch lange ĂŒber Jungs und andere Götter.

Als ich am nĂ€chsten Tag zum FrĂŒhstĂŒck kam, betrat auch bald der Junge vom Abend davor den Raum. Und was hatte er in Hand? Meinen Pullover, den ich dann doch wohl wegen dem hitzigen Abend (natĂŒrlich hatte ich ein Top darunter an) ausgezogen hatte.

Wahrscheinlich habe ich ihn liegen lassen und er ihn ĂŒber Nacht bei ihm ruhen lassen. Wie nett von ihm.

Dass wir dann natĂŒrlich das GesprĂ€chsthema Nummer 1 beim FrĂŒhstĂŒck waren, glaub ich, brauch ich nicht extra zu erwĂ€hnen. Scheinbar passierte im Leben der anderen nicht wirklich etwas Spannendes, worĂŒber sie sich hĂ€tten unterhalten können. Das restliche Wochenende nĂ€mlich hieß es K plus L.

Vielleicht lag es daran, dass es mit dem Skifahren wegen eines starken Sturms nichts wurde.

Wir verlebten einen gemĂŒtlichen Spiele-Tag.

Am nĂ€chsten Tag durften nur die Skifahrer abfahren, die sich sicher im Tiefschnee fĂŒhlten. Wegen dem Wetter Chaos war nicht prĂ€pariert worden.

Das traute ich mir wahrlich nicht zu. Ich bevorzugte, jawohl, die Gondel.

Somit stand ich nicht auf dem Podest der besten DLRG Skifahrer, aber immerhin am Freitag davor imaginÀr auf Platz 3 der Chiemgau Meisterschaften.

Und mein Herz eroberte nicht der Pullover Typ, sondern ein ganz anderer.

Aber das ist eine andere Geschichte.

© Kristina Fenninger 2019-07-03

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