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#motivation#bewegung#winterzauber

Stell dir vor…

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Stell dir vor… | story.one

Stell dir vor, es ist Samstagabend. Du stellst den Wecker aus und nimmst ein Magnesiumpräparat ein, weil du weißt, dass sich dieses Element positiv auf deinen Schlaf auswirken kann. Du bist einfach froh, dass du morgen ausschlafen kannst. Das Leben nämlich hat dich gefordert in letzter Zeit. Du brauchst Ruhe.

Am Sonntag aber dann ist nichts mit ausschlafen. Du wachst früh am Morgen auf. Du hast eine Idee, was du jetzt machen könntest, und der Kampf beginnt. Der Kampf mit deinem inneren Schweinehund. Du weißt, du hast nicht allzu lange Zeit zum Überlegen. Bald nämlich wird der Parkplatz übervoll sein. Also wenn, dann gleich! Du stehst auf, allerdings bist du immer noch nicht ganz überzeugt von deinem Vorhaben. Erst einmal frühstücken! Und schon hast du ihn überwunden, packst deine Sachen zusammen und überlegst, ob du eh nichts vergessen hast. Du setzt dich ins Auto. Nach wenigen Kilometern hast du einen wunderbaren Blick auf die Berge. Spätestens jetzt weißt du, es hat sich gelohnt. Das Aufstehen macht sich bezahlt.

Dann kommst du am Fußes des Berges an. Du klebst du Felle auf deine Bretter, damit du beim Aufstieg nicht abrutschst. Jetzt schnallst du dir die Skier an. Es geht los. Eine Skilänge nach der anderen kommst du deinem Ziel näher. Sportler, die bereits vom Berg abfahren, kommen dir entgegen. Du bist voller Vorfreude auf deine eigene Abfahrt.

Du atmest die kalte Luft ein. Sie riecht nadelig. Die Sonne kommt jetzt ein wenig hinter den Wolken hervor. Sogar etwas blauer Himmel zeigt sich.

Schweiß dringt aus deinen Poren. Du schaust nach links und hast einen herrlichen Blick über das Salzkammergut. Meter für Meter, Schritt für Schritt, geht es weiter. Du denkst an Vergangenes und an vor dir Liegendes. Dein Kopf wird klar und frei. Du spürst den Wind. Er stärkt dir ein wenig den Rücken.

Plötzlich siehst du zum ersten Mal an diesem Tag das Gipfelkreuz, welches dein Ziel ist. Du freust dich und doch weißt du, es liegt noch einiges vor dir. Doch du erreichst es. Du packst deinen Tee und deine Jause aus. Du freust dich über die Stärkung und noch mehr über das, was du gerade erreicht hast.

Jetzt ziehst du die Felle von den Skiern und stellst die Bindung fest. Die Abfahrt beginnt. Dein Herz jubelt und so auch du. Du wirst immer schneller, musst etwas Geschwindigkeit herausnehmen. Du willst ja nicht stürzen. Menschen, die den Berg jetzt besteigen, kommen dir entgegen. Du würdest nicht tauschen wollen mit ihnen. Du schwingst voller Elan dahin und genießt. Jetzt bist du ganz im Moment. Ein wenig in den Tiefschnee hinein. Er staubt nur so.

Wieder unten beim Auto angekommen, sind alle Parkplätze belegt. Du spürst deine Muskeln. Noch einmal schaust du hinauf auf den Berg. Ein gutes Gefühl, oder?

© Kristina Fenninger 2021-01-24

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