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#changesinlife#storyone

Wellness

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Wellness | story.one

Gar nichts tun fÀllt mir schwer. Ich bin unternehmungslustig und aktiv und meist unterwegs. Wenn dem dann mal nicht so ist, liege ich gerne daheim auf der Couch. Doch anstatt einfach mal nichts zu tun, nehme ich sehr oft mein Handy in die Hand und sehe nach, was es denn Neues gibt auf story.one, Facebook und Instagram. Nur nichts verpassen!

Oftmals aber merke ich, dass mir das alles irgendwie zu viel wird. Doch fĂ€llt es mir nicht selten schwer, aus dem Hamsterrad auszusteigen. Das alles macht mich das eine und andere Mal schon sehr mĂŒde und laugt mich aus.

Nicht falsch verstehen: ich mag die Vorteile der Social Media. Viele kleine und große tolle Veranstaltungen hĂ€tte ich ohne diese nicht entdeckt. Und story.one habe ich ohnehin sehr viel zu verdanken. Ich konnte mir damit den Traum vom eigenen Buch und einer, wenn auch bis dato nur sehr kurzen, Lesung verwirklichen. Neue Freundschaften sind durch die Plattform entstanden, und mittlerweile sind es schon viele magische Momente, die ich mit anderen Autoren auch im Real-Life verbringen durfte. Story.one ist eine Inspirationsquelle fĂŒr mich. Unglaublich dankbar bin ich, dies fĂŒr mich entdeckt zu haben. Aber hin und wieder wird es mir auch hier ein wenig zu viel.

Letztens habe ich dann das Strömen der Finger fĂŒr mich entdeckt. „Wer tĂ€glich jeden Finger drei Minuten strömt, hat in dieser halben Stunde etwas fĂŒr seinen gesamten Körper und seine Psyche getan: Das ist die schnellste und einfachste Gesundheitsvorsorge“. Dieser Satz steht auf dem Skript, das ich in den HĂ€nden halte.

Zuerst umschließe ich nun den linken Daumen mit meiner rechten Hand. Ganz vorsichtig ziehe ich dran. Nicht umsonst nuckeln kleine Kinder bei Sorgen an ihm. NĂ€mlich entspannt sie das. Das Strömen des Zeigefingers hilft zum Beispiel bei Muskelverspannungen und Stress. Sehr wichtig fĂŒr mich! Das Strömen des kleinen Fingers hilft, wenn man nach außen lacht, obwohl einem eher zum Weinen zumute ist, wenn man sich ĂŒbernommen hat oder sich ĂŒbertrieben bemĂŒht.

Finger fĂŒr Finger nehme ich mir nun vor. Das Handy liegt abgeschaltet weit weg von mir. Nach einer halben Stunde Strömen bei Musik auf der Couch fĂŒhle ich mich erfrischt und entspannt. Ich merke, mein Körper hat neue Energie bekommen. „Das ist Placebo“, sagt der Kritiker vielleicht, doch selbst wenn dem so ist, ist es mir egal. Es tut mir gut. Nun creme ich mir meine HĂ€nde mit einer herrlich nach Rosmarin und Eukalyptus duftenden Körpercreme ein.

Das ist eine halbe Stunde Wellness fĂŒr mich, die nur mir und sonst niemandem gehört. Anschließend fĂŒhle ich mich stark und wieder bereit fĂŒr kleine und große Taten. Wie gut es tun kann, sich hin und wieder mal nur um sich selbst zu kĂŒmmern und sei es nur fĂŒr kurze Zeit!

© Kristina Fenninger 2020-10-11

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