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Flipper-Turnier

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Flipper-Turnier | story.one

Kurz vor 24 Uhr war ich bei Kristina, es gab Hühnersuppe und Bröselnudeln mit Apfelmuss, dabei erzählte ich ihr, was heute alles passiert ist. Ob ich Angst gehabt hätte? Ich dachte nach, eigentlich nein, überhaupt nicht eine Sekunde.

Dann wurde ich von ihr geliebt und es genauso auch ist es zu verstehen, ich brauchte absolut nichts tun, mein Sonnenbrand ließ sowieso nicht viel Spontanität zu.

Wir später nebeneinander lagen, an schlafen war nicht zu denken, erzählte ich ihr von meinem Plan, der mich nicht mehr losließ.

Ein Flipper Turnier, High Score gewinnt, gibt es kein Losglück, keine gesetzten Spieler, der bessere Gewinnt. Und in Anbetracht meines doch so tollen Verdienstes wollte ich von dem auch etwas beisteuern.

Leben und leben lassen, damals das erste Mal dieser Spruch, mir so richtig gut gefiel.

Und Kristina wollte mir helfen, wollte mir helfen, wollte mie…mit dem schlief ich auch ein.

Erster Urlaubstag für Kristina und sie begann gleich mit Plakate zu entwerfen, A 2 groß, mit Pinsel und sie hängte 8 verschiedene auf die Spiegelwände in der Flipperhalle, befragte junge, ältere als sie zu wenig Resonanz spürte, wieder abnahm und vor der Halle auf die Eingangstüren klebte, eine Strichliste anlegte, und fast jeden der Vorbeiging, nach seiner Meinung gefragt.

Am Abend hatte sie einen Favoriten,

10.000 ÖS PREISGELDER, bis zum 10. PLATZ, von: 15.08. bis 17.08. 1969, in der KARIBIKHALLE im BÖHMISCHEN PRATER!

Dann etwas Kleiner in einem Urkunden ähnlichen Format, die Spielregeln und Teilnahmebedingungen.

AB 16 Jahre, 10 Schilling Startgeld, mehrmaliges antreten ist möglich. Sonntag 17 Uhr letztes Spiel und Siegerehrung.

Diese Plakate wurden kopiert in einem Kopierschop in der Burggasse, 50 Stück und natürlich diese wild Plakatiert, mit Kleister.

Und mein Chef, der hatte keine Meinung dazu.

Leo mach, was du willst, ich bin nicht da, aber ich möchte, wenn ich zurückkomme nicht vor einer Brandruine stehen oder so, kapierst!

Und eine Woche Urlaub bis zum 5,08 konnten wir gemeinsam genießen. Mit Krista erste Mal Ausflüge , Mariazell und Erlauf See, Ruinen, Neusiedlersee, jeden Tag unterwegs, um 18 Uhr übernahm ich bis zur Sperrstunde, machte Abrechnung und das Zusperren.

Dann 4. August, Karl hat mir nocheinmal alles Wichtige in seinem Haus gezeigt, welche Blumen wie viel Wasser und Post in das Haus tragen, auch Licht brennen lassen, usw.

>Kannst auch im Gästezimmer gerne schlafen, das Pool ist auf 24 Grad geschaltet, aber bitte keine Partys, okay?<

Das versprach ich sofort, konnte aber genau das leider nicht halten, aber dazu später,

Krista die restliche Woche mit mir tagsüber in diesem Haus verbrachte, mir kochte, auf mich wartete, wir die Tage zählten, bis der letzte Urlaubstag da war.

Dann war es vorbei mit lustig, sie Frühschicht, oder Frühdienst, hieß zeitig schlafen gehen, das Hallenleben sie nicht wirklich interessierte und Flipperturnier und Plakate? Nur für mich gemacht, sie mir vollen Erfolg wünscht.

© LEO-WITSCH 2021-04-08

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