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#mut#liebe#leidenschaft

Anita Stadlmann – Lebensziele

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Anita Stadlmann – Lebensziele | story.one

Ihr Lieblingsbuch ist „Der Alchimist“. Sie liest es alle paar Jahre und findet immer wieder neue Gedanken für ihr eigenes Leben. Mir gefällt das sehr gut. VielleserInnen, die jeden Tag ein Buch „verschlingen“ sind mir immer etwas suspekt. Kommt man da wirklich in die Tiefe der Gedanken des Autors? Wird ein Buch zu einem regelrechten Lebensbegleiter, ist das zweifelsohne eher möglich.

Will man einen Menschen näher kennenlernen, ist ein Blick in seinen Bücherschrank oft eine gute Gelegenheit. Die beste Gelegenheit ist natürlich das absolute Lieblingsbuch.

Anita Stadlmann hat sich erst vor fünf Jahren noch einmal beruflich verändert und mit einer Freundin eine Personalmanagement-Firma gegründet. Der Mut, einen neuen Weg zu gehen, der für einen aber passender als der bisherige ist, zeichnet erfolgreiche und glückliche Menschen aus. Nicht immer erreicht man Glück und beruflichen Erfolg. Wer kennt nicht jemand beruflich Erfolgreichen, der aber nicht glücklich ist?

Der Beruf spielt allerdings eine große Rolle in einem glücklichen Leben. Immerhin übt man ihn in der Regel acht Stunden am Tag aus, also einen großen Teil seiner Lebenszeit. Kann man noch von einem glücklichen Leben sprechen, wenn man im Beruf unglücklich ist?

So ist die berufliche Neuorientierung oft ein Schlüssel zum Lebensglück. Da es hier aber nicht selten um existenzielle Fragen und auch um Verantwortung für andere geht, reden wir von keiner Kleinigkeit.

Im Roman „Der Alchimist“ lernt der Protagonist an sich und seine Ziele zu glauben und er schöpft seine Kraft auch aus der Überzeugung, dass das ganze Universum Energie schickt, damit er den richtigen Lebensweg findet. Auch in den Religionen geht es um Energie, die einem hilft. Die Dinge werden oft nur unterschiedlich genannt, es ist aber immer das Gleiche gemeint.

Man muss einen festen Glauben, eine Überzeugung haben, das Richtige zu tun. Wenn man das schafft, wird man auch seine Ziele erreichen.

Anita Stadlmann hat sich vor fünf Jahren ihren beruflichen Traum der Selbstständigkeit erfüllt und arbeitet nun genau in dem Bereich, der sie besonders interessiert. Kein Wunder, dass sie auch erfolgreich ist.

So einfach ist es allerdings nicht. Das lehrt das Buch „Der Alchimist“, wo der Protagonist arge Tiefschläge zu ertragen hat und scheinbar immer wieder neu beginnen muss. Tatsächlich ist das aber nicht so, weil man aus den Niederlagen auch viel lernt und damit gereifter neue Herausforderungen besser meistern kann.

Die größte Herausforderung ist am Ende des Romans der „Schatz“, den man finden muss, damit das eigene Lebensziel erreicht wird. Für jeden Menschen ist dieser Schatz ein anderer. Wenn man ihn nicht sucht, wird man ihn auch nie finden. Soll man mit dem bisher Erreichten zufrieden sein oder doch noch weitersuchen? Wann weiß man, dass man sein Lebensziel erreicht hat?

Hier liegt die große Kunst. Man muss in sich selbst hineinhören lernen und darf die eigenen Bedürfnisse nicht ignorieren.

© Norbert Netsch 2021-08-24

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