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#freiheit#mut#veränderung

Ernst Paleta - der streitbare Visionär

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Ernst Paleta - der streitbare Visionär | story.one

Ernst Paleta ist Politiker, der keiner Partei zuzuordnen ist, sodass er kurzerhand eine eigene Partei gegründet hat. Das ist bemerkenswert, nützen doch viele Politiker*innen lieber bequeme Seilschaften und wollen sich die Haken für den Aufstieg nicht selbst schlagen.

Er kommt aus dem christlich-sozialen Lager, das spiegelt sich schon am Beginn des Podcasts wider, wenn er über seine Zeit als Jungschar-Führer in den sechziger Jahren spricht. In diesem Zusammenhang fand ich besonders bemerkenswert, dass er auch heute noch sehr herzlichen Kontakt mit seinen damaligen Burschen hat, die in der Zwischenzeit schon ältere Herren geworden sind.

Beziehungsfähigkeit ist eine wichtige Qualität im Leben. Wenn man das gut kann, wird das ganze Leben gut. Das gilt nicht nur für das Privatleben, sondern auch für den beruflichen Werdegang.

Ich bin überzeugt, dass Ernst Paleta neben seiner fachlichen Kompetenz auch eben diese Beziehungsfähigkeit nützlich war, als er in seiner 30jährigen Bank-Karriere und danach als selbstständiger Vermögensberater so erfolgreich war.

Wenn man dieses Talent in hohem Maß besitzt, ist es verführerisch, in die Politik zu gehen, um Dinge zu bewirken, die andere vielleicht nicht durchsetzen können. Seine natürliche Heimat war die ÖVP, da er aber streitbar ist und seinen Grundsätzen treu bleibt, trennte er sich von der Partei, war es doch eine Kleinigkeit für ihn, Mitstreiter*innen zu finden, die nun sein politisches Projekt unterstützen, wo er keine großen Konzessionen machen muss, wie das bei großen Parteien nötig ist.

Wenn man politisch tätig ist, muss man wahrgenommen werden. Der geniale Kommunikator schafft es, in den Bezirksmedien wesentlich präsenter zu sein, als man das von der Größe seiner Partei erwarten würde. Die Journalisten wissen, was sie an ihm haben, liefert er doch als Visionär laufend Ideen, die ausgezeichnete Grundlagen für interessante Artikel sind.

Wo liegt die Motivation für das Handeln, wenn die eigene Partei nur einen Sitz im Bezirksrat hat? Es muss die Freude an der Tätigkeit sein und da liegt auch ein wichtiges Konzept der Lebenskunst. Wenn man etwas mit Freude macht, reicht das schon, weil man ja Freude gehabt hat und was ist schöner im Leben als Freude?

Ein zweites Prinzip für ein gelungenes Leben ist Authentizität. Wer sich verbiegen muss, kann nicht wirklich glücklich sein. Ernst Paleta ist authentisch und das schätzen nicht nur seine Wähler*innen, sondern auch seine politischen Mitbewerber*innen, und so hat er selbst mit einer kleinen Partei ein gelungenes Leben.

Tatsächlich geht es in dieser Geschichte überhaupt nicht um Politik, sondern um Lebenskunst. Lehrer*innen für Lebenskunst gibt es überall. Man muss ihnen nur zuschauen und gut zuhören, wenn man die Möglichkeit hat, mit ihnen zu sprechen.

Ernst Paleta versucht aus allen Situationen im Leben das Beste zu machen. Ich habe viel aus dem Gespräch mit ihm gelernt. Die großen Weisheiten sind meist so einfach.

© Norbert Netsch 2022-07-17

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