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Horst Zecha – was Leidenschaft schafft

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Horst Zecha – was Leidenschaft schafft | story.one

Negativ gestimmte Menschen meinen, dass Leidenschaft Leiden schafft. Es ist aber hinlänglich bewiesen, dass durch Leidenschaft auch Großes erreicht werden kann, es kommt eben immer darauf an, wofür man diese Leidenschaft entwickelt.

Ich kenne Horst Zecha schon seit meiner Jugendzeit als vielseitig talentierten Menschen. Er ist Absolvent einer HTL, daher technisch versiert, aber auch künstlerisch als Gitarrist tätig, und er ist ein hervorragender Fotograf.

Vor über 30 Jahren machte ich als Lehrer für Geschichte mit meinen SchülerInnen ein Projekt über die regionale Geschichte und wollte dazu auch in einer Bank eine Ausstellung mit Fotoansichten von damals und heute zeigen. Da ich wusste, dass meine fotografischen Fähigkeiten dieser Aufgabe nicht gewachsen waren, bat ich Horst, die heutigen Ansichten zu fotografieren. Seine Fotos waren perfekt und die Ausstellung wurde ein großer Erfolg. Er analysierte die alten Fotos ganz genau, um den richtigen Ausschnitt in der gleichen Jahreszeit bei ähnlichen Lichtverhältnissen wieder abzubilden.

Als er damals mit dem Fotografieren in der Region begann, wurde ihm bewusst, dass sich die Gegend laufend ändert, und er mit seinen Fotos einen wichtigen Beitrag für spätere HeimatkundeforscherInnen leisten kann. Und da lag ein tiefer Sinn.

Wenn man in einer glücklichen Beziehung lebt und sich mit seinen Kindern gut versteht, hat man viel erreicht. Für ein wirklich ausgefülltes Leben ist aber auch ein Hobby dienlich, das man jederzeit ausführen kann und bei dem man das Gefühl hat, dass es wirklich Sinn macht. Dieser Sinn kann natürlich einfach die Freude sein, die man selbst empfindet, aber viel schöner ist es, wenn man diese Freude empfindet und dabei auch noch viele andere Menschen glücklich machen kann.

Horst Zecha hält Vorträge, in denen er seine Fotos zeigt, und er veröffentlicht sie in diversen Publikationen. Er wurde auch Obmann der Heimatrunde St. Hubertus und ist so im ständigen Austausch mit Interessierten, die ebenfalls alte Ansichten sammeln und die Geschichte der Region dokumentieren wollen.

Genau dieses Zusammenspiel mit anderen Menschen ist sehr beglückend, weil man die Anerkennung der ZuhörerInnen bekommt und die Anregungen anderer ForscherInnen.

Besonders schön muss aber das Gefühl sein, dass man etwas schafft, das über das eigene Leben hinausgeht. Noch in vielen Jahren werden spätere HeimatkundeforscherInnen die Fotos von Horst Zecha bewundern und voller Dankbarkeit für ihre Tätigkeit nutzen.

Wenn man nach einem Weg für ein gelingendes Leben sucht, sollte man ein Hobby finden, das einem Freude bereitet und vielleicht zu einer richtigen Leidenschaft wird. Die Kunst des gelingenden Lebens liegt dann nur noch darin, dass man für diese Leidenschaft nicht andere wichtige Bereiche seines Lebens vernachlässigt, sondern alles so gut unter einen Hut bringt wie Horst Zecha. Dann schafft Leidenschaft Großartiges.

© Norbert Netsch 2021-08-21

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