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Maria Praxmarer – die Netzwerkerin

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Maria Praxmarer – die Netzwerkerin | story.one

Es gibt viele Eigenschaften, die gute Geschäftsleute benötigen, um erfolgreich zu sein. Heutzutage steht Netzwerken ganz oben auf dieser Liste der Tugenden. Darüber kann man viel von Maria Praxmarer lernen, hat sie doch mit anderen UnternehmerInnen einen Geschäftsleuteverein in einem großen Wiener Bezirk gegründet, der mittlerweile schon fast hundert Mitglieder zählt.

Wann und vor allem von wem könnte man Netzwerken lernen? Eigentlich sollte das schon in der Sandkiste beginnen und vom Kindergarten über die Schule bis zur Universität ein Unterrichtsprinzip sein. Die Realität schaut leider ganz anders aus: Viele Eltern und LehrerInnen sind keine guten NetzwerkerInnen und können das daher gar nicht vermitteln. Auch bei den Klein- und Mittelbetrieben steht es meist nicht hoch im Kurs. Die meisten bedenken nicht, dass der eigene Wirtschaftsertrag durch Kooperationen erhöht werden könnte.

Im Verein WIR 23, in dem Maria Praxmarer Obfrau ist, wurde ein geniales Konzept entwickelt, das Genussregal. Geschäftsleute stellen dieses Regal in ihrem Lokal auf und bieten Produkte von anderen Mitgliedern an. So einfach kann das gehen! Im Paket mit einigen anderen Maßnahmen kann der Verein so wirklich unterstützend wirken.

Maria Praxmarer leitet den Familienbetrieb, eine Tischlerei, ohne selbst dieses Handwerk erlernt zu haben. Sie wusste, dass sie sich mit ihrem Wirtschaftsstudium und ihren Erfahrungen aus der Unternehmensberatung trotzdem sehr gut einbringen wird. Egal, ob es um die Akquisition neuer KundInnen geht, Kooperationen mit anderen Firmen oder innerbetriebliche Abläufe, die geschickte Netzwerkerin findet immer die beste Lösung.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwierig es ist, SchülerInnen der Oberstufe für eine gute und dauerhafte Zusammenarbeit zu gewinnen. So denke ich, dass man schon viel früher damit beginnen müsste. Wie gesagt: Die offensichtlich bisher ungelöste Frage bleibt, wer das wie machen müsste.

Dabei würde es vielen schon bei der Jobsuche helfen, wenn sie Netzwerken gelernt hätten. So mancher schulischer Kontakt oder auch Verbindungen aus der weiterführenden Ausbildung hätten hilfreich sein können.

Viele jammern auch über die Konkurrenz der großen digitalen Marktplätze, ohne zu erkennen, dass man im Kleinen durch Kooperationen schon so viel erreichen könnte, um damit gegen die Großen bestehen zu können.

Dieses Zusammenwirken der Kräfte würde nicht nur die Jobsuche und die Geschäftswelt effektiver machen, auch in vielen anderen Bereichen wäre es hilfreich, wenn Menschen besser kooperieren könnten. Denken wir nur daran, was „Fridays for Future“ in kurzer Zeit für ein Umdenken bewirken konnte.

Die Kunst des Netzwerkens ist auch erst dann erreicht, wenn nach der ersten Euphorie des Beginns weiter zusammengearbeitet wird. Hier braucht es Persönlichkeiten wie Maria Praxmarer, die immer wieder motivieren und anregen, damit den ersten Schritten auch weitere folgen.

© Norbert Netsch 2021-08-23

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