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#lebensgeschichte

I did it my way

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I did it my way | story.one

Wenn man mit vielen kleinen, aber keinem großen Talent ausgestattet auf die Welt kommt, ist die Berufswahl nicht einfach , doch kristallisierte sich schon bald meine Liebe zur Schule heraus. Hotelfachschule hätte es auch werden können, da stand jedoch die finanzielle Situation meiner Eltern dagegen.

So besuchte ich nach der Matura die Pädagogische Akademie, . Es verschlug mich ins nördliche Niederösterreich. Dort hatte ich das große Glück eine passionierte Kollegin als Mentorin zu haben, die mir mehr beibrachte über guten Unterricht , als die Akademie . Ich liebte meine Arbeit, besonders die Zeichenstunden , war Vorreiter mit Englischunterricht in der Volksschule , wo ich bald Vorzeigestunden für Kollegen gab. Nach sieben Jahren kam ein Wechsel an eine kleinere Schule. Ich lebte für die Arbeit mit den Kindern durch das Jahr.

Ein beruflicher Umzug nach Horn bescherte mir eine neue Stelle an einer Dorfschule und im Jahr darauf die Berufung , eine Vorschulklasse aufzubauen. Diesmal war der Schulinspektor mein Mentor.. Es war wirklich eine Berufung.Hier konnte ich alle meine Talente voll einbringen. Ich arbeitete mit vielen schwierigen Kindern. Jeden Tag in der Früh neu anfangen, es wieder mit Elan versuchen, spielen, zeichnen, singen und musizieren. Jeder Tag war wie ein Pool in den man mit Köpfler springt und einfach schwimmt, mit Freude, ohne je einen Gedanken an Gehalt zu verschwenden.

Eine Montessoriausbildung, die ich zwischendurch absolvierte, gab meinem Tun noch mehr Gehalt und Freude. Niemand von den Kolleginnen machte mir die Vorschulklasse streitig, weil die Arbeit dort als besonders schwierig galt und so konnte ich dort zwanzig Jahre unterrichten.

Mittlerweile war ich in kreativen Belangen ebenfalls weiter gekommen und nach etlichen Akademiekursen in Geras auf die PanArt gestoßen. Ich probierte diese Technik auch mit meinen Kids aus und gab sie in der Lehrerfortbildung weiter an der Pädagogischen Hochschule- in Kursen.

Als dann die Pension näher rückte, gab mein PanArtLehrer den entscheidenden Tipp für die Zukunft. Er schlug mir vor, die PanArt >Lehrerausbildung zu machen. Mit 60 Jahren wurde ich selbstständig mit Malschule und Atelier im Keller, nachdem ich in einem einjährigen Sabbatical ausprobiert hatte, ob meine Schuleinsätze als Malcoach funktionieren können.

So rĂĽcke ich seit zehn Jahren mit Malkitteln, Unterlagen, Farben und Papier aus und male mit Kindern an verschiedenen Schulen. Die Workshops werden von Culturcontact Austria finanziert. wo auch die Jahresprojekte eingereicht werden.

Die Corona Pandemie hat mich im letzten Jahr von der Schule fern gehalten. Ich habe jedoch für die Klassenlehrerinnen vorbereitet, die dann mit den Kids zur Ausführung geschritten sind…

Bald darf ich wieder- mit Nasenbohrertest, mit Maske - im Freien- malen mit den Kids… Im Dezember werde ich siebzig Jahre alt. Ich möchte noch nicht aufhören zu arbeiten…ich liebe meine Arbeit……

© PANSILVA 2021-05-28

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