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Mut

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Mut | story.one

Ich habe Angst, Angst vor der Untersuchung und ich versuche im schlierenartigen Muster der Krankenhausbelages Figuren zu sehen, um mich abzulenken.Ich stelle mich einer schon lĂ€nger dauernden Krankheit . Ich weiß, dass viele in Gedanken bei mir sind und ich habe mir vorgenommen tief zu atmen , um dem Schmerz Raum zu geben. Es ist nicht so arg wie letzte Woche und in vierzehn Tagen muss ich nochmals.....

Es ist nicht die erste Mutprobe in diese Ferienzeit, ich habe meine schon vor langer Zeit geschriebenen Texte veröffentlicht, ein Buch herausgegeben, zwar nur im Eigenverlag, aber doch. Gedruckt, was sich im Inneren angesammelt und zum Schreiben gedrÀngt hat. Formuliert was erlebt wurde und geschrieben ,was Erfahrung war. Wahrhaftig und ohne Schnörkel. Ich habe mich pur gezeigt, meine IdentitÀt preisgegeben- nicht nur hochglanzpoliert, auch traurig, verzweifelt und hilflos schwach. Ich habe benannt was ist und ich glaube, dass das ganz schön mutig ist. (siehe auch meine Geschichte "Der Sprung")

Gestern habe ich etwas Schönes ĂŒber das Schreiben gelesen, nĂ€mlich, dass der sich schreibend AusdrĂŒckende Hoffnung auf die Erreichbarkeit des DU s hegt. Wenn er auch nicht fĂŒr andere im strikten Sinne schreibt, so doch im Glauben an die Anrufbarkeit des Mitmenschen. Dichtung, geschriebenes Wort stiftet Kommunikation. Man hofft, anzukommen, beim anderen-im wahrsten Sinne.

Neben den freundlichen Kommentaren, die ich von euch, liebe Story One Nutzer bekommen habe, gibts auch schon viele positve RĂŒckmeldungen zum Buch und ich denke, dass sich der Mut in diesen Ferien bis jetzt gelohnt hat. Ich will dranbleiben, auch wenns manchmal ziemlich weh tut.

© PANSILVA 2019-08-27

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