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Balkan nach Europa – sofort!

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Balkan nach Europa – sofort! | story.one

Sebastian Schäffer/Erhard Busek

Die Europäische Union befindet sich im permanenten Krisenzustand. Die Gründe sind zahlreich, sollen hier aber nicht aufgelistet werden. Wenn man so will, basiert sogar der Ursprung Europas auf der Midlife-Crisis von Zeus. Allerdings haben wir uns zunehmend gefragt, ob es möglich sein wird, diese inzwischen fast selbst zum Mythos gewordene Erzählung des gestärkten Europas nach gemeinsam überstandenen Herausforderungen aufrecht zu erhalten.

Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Mitgliedschaft Österreichs in der EU starteten wir im Mai 2020 am Institut für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM) eine Initiative mit dem Namen „What’s the matter, Europe?“.

Mit dem Sammeln von Geschichten persönlicher Gegenstände wollten wir ein neues, inklusives Narrativ finden, da die Erzählung von Frieden und immerwährender wirtschaftlicher Prosperität nicht in allen Regionen, gerade in Mitteleuropa und insbesondere am Westbalkan, überzeugt. Wir merkten bald, Europa braucht kein neues Narrativ, wir müssen den vorhandenen Erzählungen nur besser zuhören. Denn das ist schließlich schon im Motto der EU enthalten: In Vielfalt geeint.

Deshalb haben Erhard Busek und ich uns dazu entschlossen, ein paar persönliche G`schichterl von Erlebnissen und Eindrücken aufzuschreiben. Anstatt einen weiteren Schmöker über die bewegte Historie, die aktuellen Entwicklungen und großen Herausforderungen des Westbalkans vorzulegen, wollen wir das hier kurz und prägnant machen. Denn trotz der nötigen Verkürzung, die den Vorgaben von story.one geschuldet ist, dient diese Form unserer Meinung nach viel besser unserem Anliegen.

Vielleicht braucht es auch gerade diese Beschränkung, um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Auf den folgenden Seiten erzählen wir von Grenzen, Glauben und Grausamkeiten, von Fabeln, Frieden und Fußball. All das aus unseren subjektiven Erinnerungen zum Balkan, die dadurch auch ein Zeugnis ihrer Zeit sind.

Wir haben eine ganz konkrete Forderung: Die EU muss neue Prioritäten setzen. Und damit wollen wir beginnen:

Balkan nach Europa – sofort!

© Sebastian Schäffer 2021-02-18

Balkan nach Europa - sofort!

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