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Dort, wo die Freude wächst

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Dort, wo die Freude wächst | story.one

Im Sommer 2016 beschließen wir, unserer Seele eine Auszeit vom Alltagstrott im mystischen Waldviertel zu gönnen. Mit der Niederösterreich Card im Gepäck schlagen wir unsere Zelte im historischen Ambiente des Schlosses Rosenau im Waldviertel auf, wo uns das Freimaurermuseum interessante Einblicke in die Welt des Geheimbundes vermittelte. Und von dort war es nur noch ein Katzensprung zu Sonnentor in Sprögnitz.

Aufgewachsen im Bewusstsein und im Glauben, dass die Heilkräfte der Pflanzen wahre Wunder vollbringen können, freute ich mich darauf, zum Herzen des Bio-Unternehmens zu reisen, dessen Credo lautet:

„Alles muss im Gleichgewicht sein, damit die Freude wachsen kann“

Was gibt es Schöneres, als im Einklang mit der Natur Gemüse oder Obst zu ernten und von den Heilkräften der Kräuter, die leider oft als Unkraut auf dem Kompost landen, zu profitieren.

Noch bevor wir unsere Tickets für einen Rundgang durch das Firmengelände lösen, verzaubert uns das prächtige Blütenmeer vor dem Eingangsbereich des Besucherzentrums. In einem idyllisch angelegten Bauerngarten entdecke ich das zarte Violett der Blauraute, folge dem feinen Duft der bei Bienen heißbegehrten Anis-Duftnessel, erkenne köstliche Apfelminze, die sich hervorragend für kühle Sommergetränke eignet, bewundere die sonnengelben und rosafarbigen Blütenköpfchen des Sonnenhuts und atme das Aroma von Oregano, meine unverzichtbare Ingredienz für mediterrane Gerichte, ein. Eine Vielzahl von heilkräftigen Farbtupfern lädt ein, erkundet zu werden und man kann sie natürlich auch käuflich erwerben.

Wir haben uns an der Farbenpracht noch gar nicht satt gesehen, als wir von einer quirligen, älteren Dame in die Ausstellungsräume gelotst werden. Dort entdecken wir das Interieur der altertümlichen Apotheke, die man liebevoll aufgebaut hat, und man kredenzt uns frisch aufgebrühten Tee, Dinkelkekse und vegane Knabbereien.

Bemerkenswert finde ich die Philosophie des Unternehmens, nicht nur den biologischen Anbau zu fördern und heimische Landwirte in das Geschäftsprojekt einzubinden, sondern auch das Bestreben, Menschen, deren Lebensmittelpunkt das raue Waldviertel ist, eine Anstellung zu geben und so deren Abwanderung in größere Städte vorzubeugen. Ein Betriebskindergarten, eine Küche für die Mitarbeiter mit regionalen Mahlzeiten, in deren Genuss auch die Besucher des Gasthauses Leibspeis kommen können, beweist, dass das Lebensmotto des Gründers aufgegangen ist.

Nun noch ein letzter Blick in die Lagerhallen, wo unsere Sinne von den mannigfaltigen Gerüchen und bunten Farben der Gewürze betäubt werden.

Am Ende des Rundgangs begegnen wir dem Chef, Johannes Gutmann, persönlich, als er gerade vom Rad steigt und mit einem freundlichen Gruß an uns vorübereilt.

Zufrieden nehmen wir ein paar Sonnenstrahlen mit nach Hause, die Arznei aus der Himmelsapotheke.

© Silvia Peiker 2021-02-01

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