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#zeit#generations

Meine Mutter

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Meine Mutter | story.one

Letztes Jahr konnten wir noch im Marchfelderhof mit einem Gläschen Sekt auf deinen Runden anstoßen, hat uns Gerhard Bocek, dessen Herzlichkeit und gute Laune wir immer gerne in Erinnerung behalten werden, noch herzlich willkommen geheißen.

Dieses Jahr wollten wir wieder in den gemütlichen Räumen deines liebsten Lokales zusammenkommen, um deinen 81. Geburtstags zu feiern. Da hat uns aber leider nicht der Wirt, sondern der Virus einen Strich durch die Rechnung gemacht. Noch ist es nicht möglich, in gemütlicher Runde auswärts zu feiern, denn ein Mutant, ein Abkömmling der unheimlichen Seuche, hat uns heimgesucht, macht uns allen das Leben zurzeit sehr schwer.

Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Denn wir werden das gemütliche Beisammensein und miteinander Plaudern nachholen, sobald das infektiöse Feuer des fauchenden Drachens erloschen ist und er seine Krallen eingezogen hat und wir ihn durch das Schwert der Impfung hoffentlich besiegt haben.

Auch wenn uns heute nicht nach feiern zumute ist, weil wir das Risiko einer Ansteckung vermeiden möchten, bin ich in Gedanken bei dir, sende ich dir auf diesem Wege, den ich story.one zu verdanken habe, ein paar Reime, die von Herzen kommen:

Du, meine Mutter, hast mir geschenkt mein Leben,

durfte mich zum ersten Mal in deiner Wärme regen.

Hast mich mit Liebe, Verständnis und Nähe umfangen,

mich beschützt und mich gehütet mit recht viel Bangen.

Auf mich geduldig gewartet, meist schlaflos in der Nacht,

hast du mir stets endloses Vertrauen entgegengebracht.

Bemüht Freiheit gegeben, meinen eigenen Weg zu finden,

richtig oder falsch, dieses lag nicht an dir zu ergründen.

Stets das Beste zu geben, das war und ist dein erstrebtes Ziel,

aber liebe Mutter, gabst du nicht manchmal einfach viel zu viel?

Nun ist es an mir, für dich im tosenden Lebensfluss da zu sein,

und ich will mich mit dir heute an deinem Geburtstag freu’n.

Danke will ich dir sagen für all die vielen, schönen Stunden,

wie oft haben wir gemeinsam im Kanon frohe Lieder gesungen.

Mit dem Fahrrad fuhren wir oft und gern zur fleißigen Omama,

ja, deine herzliche Mutter war ein regelrechter Tausendsassa.

Wir pflückten dort Himbeeren, Agraseln und Johannisbeeren,

nun sind wir zusammengekommen, um dich heute zu ehren.

Deinen Ehrentag wollen wir mit „Hoch sollst du leben!“ begehen,

stoßen auf dich an und lassen uns die Torte auf der Zunge zergehen.

Vor allem Gesundheit wünschen wir dir im neuen Lebensabschnitt,

und gib gut auf dich Acht, wenn die Zeit vergeht im Sauseschritt!

Von Herzen alles Gute!

© Silvia Peiker 2021-02-06

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