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Wenn der Postmann zweimal klingelt

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Wenn der Postmann zweimal klingelt | story.one

Musste er gar nicht, denn ich hatte den Postler schon durch das Küchenfenster erspäht! Natürlich in der Hoffnung, dass sich der Inhalt des Pakets, das er in seinen Händen hielt, als Ausgabe meiner ersten Bücher entpuppt. Hätte er einen roten Mantel statt der schwarzen Jacke mit gelben Lettern und eine rote Mütze mit weißem Pelzbesatz anstelle der schmucklosen grauen getragen, so hätte er wahrlich die Personifizierung des Weihnachtsmanns dargestellt.

Und siehe da, es hat geklappt, so wie Julia, wie ein Orakel, in ihrer fröhlichen Mail prophezeit hatte, dass mein Erstlingswerk noch vor Weihnachten eintrudeln wird!

Heureka! Welch‘ Weihnachtsfreude, dank der unermüdlichen Heinzelmännchen bei story.one - eine druckreife Bescherung kurz vor dem Heiligen Abend!

Mit glücklichem Lächeln öffnete ich den Karton, um forsch nach meinem ersten Buch zu greifen! Ein unbeschreibliches Gefühl, endlich seine eigenen Gedanken auf Papier gebracht zu haben.

Nun noch eine Widmung für Verwandte und Freunde, denen Tiere und ihre Geschichten, so wie mir, am Herzen liegen. Denn was wäre eine Welt ohne Tiere, ohne ihre Treue und bedingungslose Liebe, die sie uns durch Kuscheln, Schnurren oder eifriges Schwanzwedeln wortlos vermitteln.

Ein Reigen von schönen, berührenden Momenten, aber auch komischen und aufregenden Erlebnissen wird nun von mir als persönliches Geschenk seine Leser und Leserinnen finden, und so hoffe ich, so manches Schmunzeln auf die Lippen zaubern. Denn meiner Meinung nach liegt die Würze einer Erzählung oft darin, sie ein wenig mit humorvollen Elementen zu versehen. Denn der Alltag ist manchmal trist und ein wenig Witz vermag das Stimmungstief in ein Hoch verwandeln. Wie bei einem Rezept kommt es da auf die geheime Backzutat an, ohne die der Kuchen in sich zusammenfällt.

Und wenn mein kleines Büchlein mit seinen authentischen Erzählungen ein wenig Licht und von Herzen kommende Wärme in diese eigenartige Weihnachtszeit zu bringen vermag, so hat es seinen Zweck erfüllt, dann konnte ich etwas bewirken.

Fürwahr, das Christkind hat mir schon keck zugewinkt und ist bei mir vorbeigeflogen. Mit Theodor Storms letzter Strophe seines wunderschönen Weihnachtslieds verabschiede ich mich für heute:

"Ein frommer Zauber hält mich wieder,

anbetend, staunend muss ich stehn;

Es sinkt auf meine Augenlider,

ein goldner Kindertraum hernieder,

ich fühl's, ein Wunder ist geschehn."

© Silvia Peiker 2020-12-22

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