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Die Vergänglichkeit der Jugend

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Die Vergänglichkeit der Jugend | story.one

Bereits vor ein paar Jahren machte ich mir Gedanken über die Vergänglichkeit der Jugend und möchte dies nun hier teilen.

Lässt sie sich vielleicht aufhalten? Können Faltencremes, Botox und Hyaluronsäure die Jugend erhalten oder sie nur vortäuschen?

Was ist überhaupt Jugend?

„Unter Jugend versteht man in der westeuropäischen Kultur und der deutschen Strafmündigkeit die Zeit zwischen Kindheit und Erwachsensein, also etwa die Spanne zwischen dem 13. und 21. Lebensjahr“, sagt Wikipedia dazu.

Doch diejenigen, die der Vergänglichkeit der Jugend hinterhertrauern, wollen zumeist keine Teenager mehr sein. Vielmehr geht es um das jugendliche, faltenfrei Lächeln oder die pure Lebensfreude, die Spontanität und die Wunschlosigkeit. Einfach den Moment zu leben, ohne an das Morgen zu denken. Die körperliche Uneingeschränktheit. Nach einer langen durchzechten Nacht aufzustehen, als hätte es nie ein Schlafdefizit gegeben. Spaß ohne Ende, als wäre das ganze Leben eine große Party. Ein Körper, der einem jede Sünde noch verzeiht, egal ob Alkohol oder Süßes – einen Tag etwas weniger essen und schon ist 1 Kilogramm wieder weg. Die Augen, die noch leuchten, wenn man überrascht ist. Sozusagen der Duft der Jugend. All das.

Aber können rein äußerlich vorgenommene Anti-Aging-Maßnahmen dies alles geben?

Wohl kaum. Sie können einem optisch jugendlicher aussehen lassen, obwohl die Jugend eben halt nicht nur aus einem faltenfreien Gesicht besteht. Was hilft ein Facelift, wenn der Körper dennoch 70 Jahre alt ist. Der Blick in den Spiegel mag einem etwas anderes vorgaukeln als der Weg über die Treppen hinauf. Also was hilft es jung auszusehen, wenn man dann trotzdem keine spontane Action mehr hat.

Sollten wir nicht lieber, anstatt nur die äußere Jugendhaftigkeit zu pflegen, auch die innere unterstützen? Die pure Lebensfreude wieder in unserem Körper gerne wohnen lassen. Mal ganz spontan etwas unternehmen, was wir seit Ewigkeiten nicht mehr getan haben. Einfach wieder mal blöd sein, ohne sich Gedanken zu machen, was denn die anderen über einen denken könnten.

Wäre so das äußere Jugendliche nicht viel mehr mit dem inneren im Gleichklang?

Würde das innere Jugendliche nicht viel mehr das äußere dann mitziehen?

Und würden wir dadurch nicht das Gefühl bekommen, dass die Jugendlichkeit gar nicht vergänglich ist?

Müssten wir nicht einfach wieder richtig zu leben anzufangen, um uns jung zu fühlen?

Bild von Aline Dassel auf Pixabay

© Sylvia Eugenie Huber 2020-06-30

lebensmitteplusVom eigenen Welken

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