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Erlebnisreiches Berat

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Erlebnisreiches Berat | story.one

Gestern entschied ich mich nach Berat zu fahren, eine der ältesten Städte Albaniens. Die Altstadt ist von historischen weißen Häusern mit großen Fenstern geprägt, wodurch sie auch den Namen „Stadt der tausend Fenster“ erhielt.

Auf der Suche durch die schmalen Gassen zur Burg begegnete ich einen jungen Mann, der ebenfalls den Weg hinauf suchte und so entschieden wir uns gemeinsam voranzuschreiten. Er ist ursprünglich aus Rumänien, lebt jedoch seit 1 ½ Jahren in Tirana. Die eigensinnige Fahrweise der Hauptstadt brachte uns schnell in lustige Gespräche.

Die Festungsanlage ist riesig und beherbergt neben einem Museum auch Restaurants, Verkaufsstände und Hotels. Nach dem Besuch des Museums gingen wir zur Stärkung Mittag essen. Im Gastgarten befanden sich üppig große Rosen in allen Farben, wie ich sie noch nie zuvor gesehen habe. Nach dem Konsum einer traditionellen Speise lud uns der Sohn des Restaurants noch ein, das Hotel zu besichtigen, dessen Zimmer absolut liebevoll rustikal eingerichtet waren.

Danach wollten wir die mittelalterliche Kirche „Kisha e Shën Mëhillit“ aufsuchen, doch erblickten wir zu unserer Linken die Hysen-Pascha-Moschee, welche gerade renoviert wird. Auf die Frage, ob wir sie besichtigen könnten, hieß es zuerst „nein“. Doch nach ein bisschen Smalltalk und der Tatsache, dass ich aus Österreich war und der Rumäne gut Italienisch sprach, durften wir dann dennoch eintreten. Und nicht nur das, wir durften sogar drinnen fotografieren und auf den Balkon hinaufgehen. Die Krönung war dann als uns der Herr fragte, ob wir noch die 94 Stufen des Minaretts hinaufsteigen wollten. Was für eine Frage! Es war zwar total eng und glich mehr einem Hinaufkrabbeln auf allen Vieren, aber der Ausblick war einfach atemberaubend!

Nach diesem Erlebnis gönnten wir uns einen kühlen Drink, denn so etwas erlebt man immerhin nicht täglich.

Anschließend wollten wir erneut die „Kisha e Shën Mëhillit“ aufsuchen, was sich als äußerst schwierig herausstellte, da uns jeder in eine andere Richtung schickte. Doch nach 2 Stunden des Suchens, gab uns eine Dame endlich den richtigen Tipp und wir konnten ein paar Fotos vom bunten Schächtelmauerwerk der Kirche schießen.

Nachdem wir beide gut 1 ½ Stunden Rückfahrt vor uns hatten, beschlossen wir uns davor noch ein Eis zu gönnen. Als wir so auf den Stufen nebeneinandersaßen, hatte ich den Eindruck, dass der junge Mann Gefallen an mir gefunden hatte. Beim Verabschieden umarmten wir uns dann innig und plötzlich küssten wir uns noch flüchtig. Er ist übrigens 21 Jahre und ich 46 Jahre. Tja, was soll ich sagen, Urlaub ist einfach anders 😉

I kissed a boy and I liked it.

The taste of his cherry chapstick.

I kissed a boy just to try it.

I hope you don't mind it.

© Sylvia Eugenie Huber 2021-05-15

Reisen

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