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Gehorsamkeit

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Gehorsamkeit | story.one

Seit „Corinna“ im Lande wütet verbrachte ich in den sozialen Medien wie Facebook von Tag zu Tag weniger Zeit. Mir fiel auf, dass es nur noch um ein „Thema“ geht und es mehr und mehr zu einer Spaltung der Gesellschaft kommt.

In Instagram verbringe ich hingegen nach wie vor mehrfach täglich einige Minuten, da ich hier als Reisefreund mit der Schönheit der Natur als auch der menschlichen Schaffenskunst in Berührung komme.

Gestern Abend jedoch postete ein Bekannter, der für gewöhnlich immer ein positives Sprüchlein auf den Lippen trägt, erstmals etwas Kritisches. Als ich in den Kommentaren nachschaute, wie die Reaktionen auf den sonstigen Sonnenschein sind, las ich folgenden Satz:

„Gehorsamkeit ist, wenn man gewissenhaft das erfüllt, von dem man nicht überzeugt ist, jedoch die Strafe oder Ausgrenzung fürchtet.“

Bumm! Dieser Satz saß.

Die neueste Erfindung in der Stadt Essen, anonymisiert Mitmenschen anzuzeigen, die gegen eine der auferlegten Maßnahmen, wie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes oder die einzuhaltende Maximalanzahl einer Gruppe, verstoßen, war ein weiteres „Na Bumm“.

Ein Webinar vor ein paar Wochen über die derzeitige Entwicklung der Finanzlage, welches verkündete, dass China der größte Gewinner seit ein paar Monaten ist, da es unter anderem am wenigsten Bargeld druckt, ebenfalls ein „Bumm“. Genau jenes Land, wo alles den Ursprung nahm, hat bereits Profit geschlagen – unglaublich.

Keine Ahnung, was noch alles kommt oder vielleicht geplant ist.

Big Brother is Watching You, die Truman Show – bald alles keine Fiktion mehr?

Erneut ein Milgram-Experiment, nur diesmal weltweit?

Manchmal denke ich mir nur noch: „Erde halt an, ich will aussteigen.“

Foto: Altino Dantas/Unsplash

© Sylvia Eugenie Huber 2020-10-21

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