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Mit der Firma nach Kreta

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Mit der Firma nach Kreta | story.one

FrĂŒher, lange ist es her, da waren die Firmen noch richtig spendabel, wenn es dem Unternehmen gut ging. 2002 durfte ich dies selbst miterleben, da der Forecast deutlich ĂŒberschritten wurde und so die komplette Außendienstmannschaft und auch viele des Innendienstes nach Griechenland fliegen durften. NatĂŒrlich wurden wir aus SicherheitsgrĂŒnden in zwei Maschinen aufgeteilt, aber sonst gab es keinerlei Richtlinien.

Es ging in den Stadtbezirk Elounda, welcher der Gemeinde Agios Nikolaos im Nordosten Kretas angehört. Dort bezogen wir das exklusive direkt am Meer liegende 5 Sterne Luxus-Refugium „Elounda Beach Hotel & Villas“, welches seit mehreren Jahrzehnten in der Kategorie „Gold List, TOP 100 – The Best in the World“ rangierte. Die ChefitĂ€ten waren selbstverstĂ€ndlich in der obersten Zimmer-Kategorie einquartiert und wir Außendienstler in der Mittelklasse, wobei wir untereinander blödelten, dass fĂŒr ATS 50.000 die Woche fĂŒr unsere Zimmer eigentlich keine Staubwuckerl unter dem Bett sein dĂŒrften. Aber so viel waren wir ja eh nicht auf unseren Zimmern und bezahlen mussten wir es ja Gott sein Dank auch nicht.

Am ersten Tag, nachdem wir alle eingecheckt hatten, was bei gut 80 Personen auch einiges an Zeit abverlangt, gab es ein kurzes gemeinsames Treffen, wo das Programm fĂŒr die nĂ€chsten Tage eröffnet wurde. Da die Firmen-Leitung aufgrund des guten Umsatzergebnisses in absoluter Party-Stimmung war, wurde dies aufs absolute Minimum reduziert. Lediglich vor jedem Abendessen wurde kurz erwĂ€hnt, dass wir einerseits die Besten sind und auch im kommenden Jahr so weitermachen sollten als auch was sie sich fĂŒr das laufende GeschĂ€ftsjahr so vorstellten.

TagsĂŒber war eigentlich eine komplett freie Zeiteinteilung und so konnte man entweder am Strand chillen, baden gehen oder Wasserski fahren. Ich probierte mit einem Kollegen das Jet-Ski fahren und hatte mĂ€chtig viel Spaß dabei. Ebenso gab es die Möglichkeit einen GelĂ€ndewagen zu nehmen und die Umgebung zu erkunden, natĂŒrlich ebenfalls auf Firmenkosten, was auch einige nutzen. Dazumal war ich noch nicht so kultur- und landschaftsinteressiert wie heute und verbrachte daher alle 5 Tage nur im Resort.

Am Abend gab es neben dem tollen Speiseangebot auch Showprogramm, wie beispielsweise eine VorfĂŒhrung griechischer TĂ€nze in traditioneller Kleidung oder ein anderes Mal eine Band, wo zu spĂ€teren Stunde und mit etwas Retsina oder Ouzo intus, jeder beschwingt das Tanzbein schwang. Nachdem es am Morgen kein Pflicht-Programm gab, konnte man, sofern man am Vorabend einmal etwas zu viel des griechischen Weins vernichtet hatte, in Ruhe ausschlafen.

Als es wieder zurĂŒckging, waren nicht alle entspannter als zuvor, was jedoch nicht an der Location lag, sondern am jeweiligen Durststillen. In den Folgejahren 2003 und 2004 ging es zweimal fĂŒr das Firmenevent nach Oberlech. Jene Zeit damals ist unvergesslich und ich bin froh, noch derart großzĂŒgige Zeiten erlebt haben zu dĂŒrfen.

© Sylvia Eugenie Huber 2021-03-06

Reisen

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