Nicht irgendein Buch

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Nicht irgendein Buch | story.one

Es handelt um Streit, Freundschaft, Emotionen und Enttäuschung. Die Rede ist von meinem Tagebuch. Das Buch erzählt meine Geschichte und deshalb wird es nicht vernichtet, auch nicht, wenn es voll geschrieben ist. Dieser Fall wird bald eintreten.

Angefangen zu schreiben in diesem Buch habe ich am 6. November 2015. Es ist also schon fast viereinhalb Jahre her und es ist noch immer nicht ausgeschrieben. Ich habe schon so oft vor dem Buch gesessen und viele Stunden damit verbracht einen besonderen Tag zu erzählen. Auch wenn es oft zwei Monate her ist, dass ich etwas in mein Tagebuch geschrieben habe, stört es mich bis heute nicht. Ich wollte nie einfach meinen Tag wiedergeben, denn es interessiert mich nicht im Geringsten was ich am Tag x um Uhrzeit y gemacht habe, auch wenn dann der Name Tagebuch nicht mehr ganz passt. Nur selten kam es vor, dass ich vor Langeweile irgendetwas in meinem Buch festhielt. Ich wollte und will noch immer nur die ausgewählten Geschichten des Lebens lesen, die mich noch jetzt berühren und mich in die Emotionen versetzen. An den längeren Abständen, in denen ich nicht geschrieben habe, merke ich, dass es ganz "normale" Tage dazwischen waren. Das waren Tage ohne eine Geschichte die es in mein Tagebuch schaffen könnte. Ohne einen Moment, an dem ich merkte dass es sich um einen besonderen Tag handeln könnte. Und ohne ein Gefühl, bei dem ich verspürte, dass es in diesem Buch festgehalten werden müsste. Einfach ohne besonderen Vorkommnisse. Diese Tage waren einfach Alltag, nichts Aufregendes und ich spürte keine besonderen Gefühle.

Tief vergraben in meinem Kopf wusste ich schon immer , dass es ein besonderes Buch werden würde, ohne irgendwelche Themen, die zu langweilig sind um sie zu lesen. Ich war immer bemüht schön zu schreiben und ausgewählte Gefühle zu beschreiben. Es sieht auch von außen wie ein Tagebuch aus, mit Schloss und passendem Schlüssel, das gehört für mich zu einem Tagebuch dazu. Und weil es mein Tagebuch ist, hat darin auch niemand außer mir gelesen, das ist für mich auch ein Muss, dass niemand darin liest.

Wenn in meinem Kopf oder Leben Chaos herrscht, versuche ich es strukturiert zu schreiben, um klaren Kopf zu bewahren. Das ist die einzige Ausnahme die ich mache, auch wenn es manchmal nicht interessant ist, was in meinem Kopf abgeht.

Aber trotzdem, es ist nicht nur ein Tagebuch, sondern es ist MEINE ganz eigene Geschichte!

© Aurelia