Der Mondprinz wird besiegt

Sarah Kirchner

by Sarah Kirchner

Story

Er lachte weiter. Der Raum wurde wieder in Dunkelheit getaucht. In der rechten Ecke ging ein Mond auf und tauchte alles in spärliches Licht. Blitze begannen aus dem Mond zu schießen. Elva wich problemlos allen aus. Plötzlich sprang sie zu spät und flog gegen eine Wand. Sie setzte sich, vor Schmerz stöhnend auf. Elva hielt es nach dieser Sache doch für unwahrscheinlich zu gewinnen. Aber da fielen ihr ihre Freunde wieder ein und sie spürte neue Hoffnung. Sie kämpften wahrscheinlich gerade da draußen um ihr Leben, für sie, für die Befreiung ihres geliebten Waldes. Etwas musste es doch geben. Dann fiel es ihr wieder ein. Der Zettel! Elva holte ihn aus ihrer Tasche. Sie öffnete ihn und las den Zettel in dem Wirrwarr der Blitze, die sie jetzt nicht mehr zu treffen schienen. â€žZerstöre die Gleichheit“, stand darauf. Es fiel ihr wie Schuppen von den Augen. Sie musste es nur schaffen, etwas in diesem Raum so zu verändern, dass es anders war als alles andere. Das es nicht mehr perfekt war. Um auf Nummer sicher zu gehen, beschloss Elva an allem etwas zu ändern. Zuerst nahm sie sich die Uhren vor, eine davon verstellte sie. Danach lief sie zu einer Lampe und drehte die Birne heraus. Und als letztes trat Elva gegen eine Wand, sodass ein Loch entstand. Jetzt war nicht mehr alles gleich. Nichts mehr perfekt. Nun musste sie den Mondprinzen darauf aufmerksam machen. „STOPP!“. Die Blitze hörten schlagartig auf, nur noch der Mond war da und tauchte alles in dieses spärliche Licht. „Gibst du auf, Menschenkind?“. Ein hähmisches Lachen ertönte. Elva atmete durch und versuchte so überzeugend zu klingen wie möglich. „Ja, ich gebe auf“. Ein schallendes Lachen erklang und der Raum wurde wieder hell. „Ich wusste das du es nicht schaffen würdest! Denn ich, der Mondprinz, bin einfach der Stärkste im Zaubermärchenwald!“, er stolzierte im Raum herum. „Denn niemand kennt meine…“. Plötzlich blieb er stehen und sein Blick fiel auf die Uhr. „Oh nein. Da…das kann nicht sein… die Uhren waren perfekt eingestellt. Wieso steht diese nicht mehr wie alle anderen“. Dann wanderte sein Blick auf die Lampe. „Nicht auch noch diese Lampe. Das halte ich nicht aus“. Er begann auf der Stelle zu laufen und ein paar Stellen an seinem Körper begannen zu leuchten. Als sein Blick auf die Wand fiel schrie er hysterisch. Das war das letzte was man von ihm hörte, danach zerfiel er zu glitzernden Staub. Der Mondprinz war verschwunden.

© Sarah Kirchner 2023-08-31

Genres
Science Fiction & Fantasy