Hurra, jetzt kommen die Geschichten mit meinem lieben Hund Rexi. Mein treuer Freund und Begleiter für siebzehn lange Jahre.
Nachdem wir seit 1. März 1994 bereits zwei Katzen hatten, die für uns so etwas wie Ersatzkinder waren. Sie waren etwas ganz Besonderes, weil ganz einfach jemand zu Hause ist und auf dich wartet. Nur eines taten sie leider nicht, sie gingen mit dir nicht spazieren. Ich war mit vielen Tieren aufgewachsen. Für mich war jedes Tier etwas Besonderes.
Ich erinnere mich noch gut, wie ich, als ich zirka sieben Jahre alt war und das kleine Gänschen, welches ein gebrochenes Fusserl hatte und bei mir Wärme suchte, als ich vor dem Haus auf eine Decke schlief. Aber weil ich mich dann beim Schlafen auf den Rücken drehte, habe ich es erdrückt. Ich weinte damals sehr, obwohl meine Mutter sagte, dass ich es von ihren Schmerzen erlöst hätte. Für mich war das ganz einfach schlimm.
Mein erster Hund Rexi war bereits von Anfang an, mein kleiner Freund und Begleiter. Er war wie ein Schatten für mich, weil er mir überall, wo ich hinging, gefolgt ist. Wenn ich in der Früh in die Schule ging, begleitete er mich bis zum Hügel vorm Haus.
Als ich sechs Stunden später wieder nach Hause kam, lag er wieder dort und wartete auf mich. Wenn ich Heidelbeeren pflückte, lag er immer hinter mir und schlief. Ich fürchtete mich nie, weil ich wusste, dass er auf mich aufpasste.
Nur, als ich vierzehn Jahre alt war, musste ich ihn verlassen, weil ich alleine nach Wien in eine Caritas-Vorschule kam, da es in Kautzen keine Lehrstelle für mich gab. Meine Mutter erzählte mir, dass er bald, nachdem ich weg war, starb. Vermutlich wollte er ohne sein Frauchen nicht alleine weiterleben, weil er so traurig war.
Irgendwie wünschte ich mir die ganzen Jahre, dass, wenn ich einmal in Pension ging, wieder einen Rexi nehmen möchte. Nur war das gar nicht so einfach, weil mein Mann Heinz zwar Katzen wollte, aber keinen Hund. Ich sagte ihm aber: ,,Entweder einen Hausfreund oder einen Hund“. Da meinte er: ,,Na, wenn es unbedingt sein muss, dann halt doch lieber einen Hund.“
In meinem Unterbewusstsein wollte ich doch wieder so einen ähnlichen Hund haben, wie es mein erster Rexi war. Meine Schulfreundin Annelie bekam von der Anna Luckmann immer wieder verletzte Hunde, welche sie immer nur so lange betreute, bis sie wieder gesund waren. Leider war da kein Hund dabei, welcher mir gefallen hätte.
Foto: Rex
© Franz Kellner 2025-11-27