by Herta_Marie
Bereits 4 Mal durfte ich diese absolut megatolle Metropole besuchen, und es war immer im Herbst!
Kein Wunder also, dass sich nun, wo die Sonne schon wieder frĂĽher untergeht und die Welt dabei in orangefarbenes, warmes Herbstlicht taucht, die ersten Entzugserscheinungen breit machen.
Nein, es ist wie viele kleine Stiche ins Herz, die keine schwerwiegenden Wunden verursachen, aber trotzdem unheimlich schmerzen.
Was kann ich also tun?
Vielleicht hilft es, euch von meinem ersten Trip nach New York zu erzählen …
Genau an meinem 30. Geburtstag stieg ich mit meinen Mädls ins Flugzeug. ArbeitskollegInnen fragten mich damals, ob ich vor dem Alter flüchten wolle, würde ich in NY ja sechs Stunden später meinen runden Geburtstag feieren … die lagen ganz falsch. Ich liebe es, neue Orte kennenzulernen und New York stand immer schon auf meiner Liste, nur hatte bisher nie das Geld dafür gereicht.
Und das hatte es zu meinem 30. Geburtstag eigentlich auch nicht (wäre die Kreditkartenabrechnung ein paar Tage früher fällig geworden, wäre ich in den USA ganz schön in eine finanzielle Bredouille geraten). Aber ich sagte mir: No risk no fun! Also riskierte ich es, denn so eine tolle Möglichkeit mit meinen besten Freundinnen in dieser coolen Megastadt Urlaub zu machen würde sich so bald nicht mehr ergeben.
Nun bin ich so unsagbar froh, dass ich damals die Gelegenheit beim Schopf gepackt hatte, wie ihr euch alle denken könnt!
In NY angekommen wollte ich natürlich als erstes die für diese Stadt kennzeichnenden Hochhäuser sehen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Sowohl meine Freundinnen als auch ich spazierten noch am Abend unserer Ankunft mit offenem Mund durch die Innenstadt. Das Empire State Building, das Rockefeller Center, das Chrysler Building … wir wollten diese beeindruckenden Gebäude am ersten Abend zumindest schon einmal aus der Ferne gesehen haben.
NY ist in der Tat ein Schmelztiegel an Kulturen. Nicht nur die Menschen, die dort wohnen, kommen aus allen Teilen der Erde, überall in der Stadt sind AusländerInnen, und wir waren drei von ihnen!
Aber seltsamerweise habe ich mich in NY nie als Ausländerin gefühlt, es war vielmehr so, als würde ich nach Hause kommen, als wäre ich ein Teil eines großen Ganzen.
Den ersten Abend verbrachten wir in ausgelassener Stimmung in einer rooftop bar und schlĂĽrften genĂĽsslich Cocktails. Es war so bezaubernd, so wunderbar!
In den nächsten Tagen hatten wir so gut wie gar kein Sitzfleisch. Ob world trade center memorial, museum of modern art, statue of liberty, china town, little italy, time square … alles lockte uns.
Eins meiner absoluten Highlights war der Besuch in der Neuen Galerie, wo uns der Kellner im österreichischen Dialekt fragte: “Wollts an Apfelstrudl oder a Sachertortn?”
Ein weiteres Highlight war mein Spaziergang durch den Central Park. Ich fand dort eine Ansammlung riesiger Steine und setzte mich auf einen. Dort, mitten in der GroĂźstadt, schloss ich die Augen und fĂĽhlte mich als ein Teil von ihr.
© Herta_Marie 2021-08-06