âWas uns fehltâ Manchmal ĂŒberkommt uns ein leises GefĂŒhl. Es ist nicht laut. Kein Schrei, keine Panik, kein Weinen. Es ist eher wie ein stiller Ruf aus der Tiefe des Herzens kaum hörbar, aber spĂŒrbar. Es ist dieses leere Ziehen im Innern, das sagt: âEtwas fehlt.â Doch was ist es? Es ist nicht Reichtum, denn viele Reiche weinen im Stillen. Es ist nicht Liebe, denn auch wer geliebt wird, kann sich einsam fĂŒhlen. Es ist nicht Erfolg, denn der Applaus der Welt kann das Herz nicht wĂ€rmen. Also was fehlt? Vielleicht⊠ist es unsere Seele, die ruft. Denn sie wurde nicht fĂŒr diese Welt erschaffen. Sie wurde nicht gemacht, um sich mit Dingen zu fĂŒllen, die vergehen. Nicht mit Besitz, nicht mit Anerkennung, nicht mit Ablenkung. Unsere Seele kennt ihren Ursprung. Sie stammt von Allah. Und sie sehnt sich nach Ihm. Auch wenn wir es nicht merken. Auch wenn wir es leugnen. Auch wenn wir es vergessen. Manchmal vermissen wir nicht etwas, sondern jemanden. Und dieser Jemand⊠ist unser Schöpfer. Die heutige Welt fĂŒttert den Körper und lĂ€sst die Seele hungern. Sie bietet uns Unterhaltung, Konsum, Erfolg aber keinen inneren Frieden. Wir leben stĂ€ndig im AuĂen. Aber vergessen das Innen. Wir scrollen, vergleichen, hetzen, planen⊠aber wann haben wir uns das letzte Mal gefragt: Wie geht es meiner Seele? Allah sagt im Qurâan: âWahrlich, im Gedenken Allahs finden die Herzen Ruhe.â (Sura 13:28) Und genau das ist es, was fehlt: Dhikr. Erinnerung. RĂŒckkehr. Nicht, weil Allah es braucht sondern weil wir es brauchen. Das Gebet (Salat) ist nicht nur eine Pflicht. Es ist eine Einladung. FĂŒnfmal tĂ€glich ruft Allah uns nicht, um uns zu belasten, sondern um uns zu erinnern, wer wir wirklich sind. Weg vom LĂ€rm. ZurĂŒck zur Stille. ZurĂŒck zu Ihm. Manchmal fĂŒhlen wir uns leer, weil unser Herz mit Dingen gefĂŒllt ist, die keine Ruhe bringen: Erwartungen, Angst, Scham, Reue, Sehnsucht, EnttĂ€uschung⊠Und dann steht da dieses leise GefĂŒhl: âDu brauchst mehr.â Aber das âMehrâ ist nicht weltlich. Es ist spirituell. Mehr NĂ€he zu Allah. Mehr Vertrauen (Tawakkul). Mehr Geduld (Sabr). Mehr Hoffnung auf Seine Barmherzigkeit. Mehr Momente, in denen du sagst: âYa Allah, ich weiĂ nicht weiter aber Du weiĂt.â Und plötzlich⊠fĂ€ngt das Herz an zu atmen. Nicht, weil sich das AuĂen verĂ€ndert hat. Sondern weil sich das Innen erinnert hat. Wir mĂŒssen nicht alles verstehen. Nicht alles kontrollieren. Nicht perfekt sein. Aber wir dĂŒrfen zurĂŒckkehren. Zu dem, der uns erschaffen hat. Zu dem, der nĂ€her ist als unsere Halsschlagader. Zu dem, der uns versteht, selbst wenn wir keine Worte mehr finden. Und vielleicht⊠hört dann das Herz auf zu suchen. Weil es angekommen ist.
đ± Was fĂŒr dich ist, wird dich finden was nicht fĂŒr dich ist, wird dich lehren.
Manchmal klammern wir uns an Dinge, Menschen oder PlĂ€ne, weil wir glauben, âOhne das kann ich nicht leben.â
Aber Allah nimmt nichts weg, ohne etwas Besseres zu geben selbst wenn wir es erst spĂ€ter verstehen. Vertrau darauf, dass dein Weg von etwas Höherem gefĂŒhrt wird. Nicht alles, was du verlierst, ist ein Verlust. Manches ist eine Befreiung. Manches eine Umleitung zu etwas, das mehr zu deinem Herzen passt.
đż Sag oft: âHasbiyallahu wa niâmal wakeelâ âAllah genĂŒgt mir, und Er ist der beste, dem man vertrauen kann.â (Qurâan, 3:173)
© Aamna Mashraj 2025-08-05