by Emski
Kennst du das, dieses Gefühl keine Luft mehr zubekommen? Das du an deinen eigenen Tränen erstickst? Genau so ging es mir nach dem Gespräch mit meiner Mama. Sie hat mal wieder versucht Therapeut zu spielen, wie jedes Mal. Ich weiß warum sie das macht. Manchmal fühlen Mama´s früher, wenn ihre Kinder leiden oder nicht glücklich sind. Sie spüren das weit vor uns.
Nun da war ich, auf dem Heimweg, mit dem Gefühl gleich an meinen Tränen zu ersticken, weil Mama gemerkt hat das es mit Leo schon lange nicht mehr das ist was es mal war. Ich war schonmal an diesem Punkt und habe es auch geschafft mich aus der ganzen Last zu lösen, aber diesmal tut es noch mehr weh. Das liegt daran das ich gehofft habe das es diesmal besser wird. Ich weiß das es absurd war, weil es selten besser wird. Ich weiß auch das Menschen sich nicht von heute auf morgen ändern können, aber ich habe daran festgehalten das es so sei, weil Leo mein Seelenverwandter ist.
Ich habe einfach so unfassbar Angst davor das ich niemanden mehr finde der genauso ist wie er. Ich habe das Gefühl, das kein anderer Infrage kommt außer Leo. Aber gleichzeitig hat Leo mir soviel Seiten gezeigt die einfach nicht meinen Wert entsprechen. Ich weiß wie egoistisch das klingt, aber wir alle haben neunmal Bedürfnisse, aber keiner sollte seine Bedürfnisse soweit zurück schrauben das es weh tut. Man sollte als gemeinsames ZIel haben das beide glücklich sind und beide ihre Bedürfnisse stillen können.
Natürlich hat jeder ein anders Bedürfnis an Liebe. Ich zum Beispiel Kuschel sehr gern und werde gern bestätigt und in meinen Entscheidungen bestärkt. Leo hingegen setzt seinen Kopf gerne durch und brauch nicht viel Nähe, er muss nur wissen das man da ist. Zu Beginn haben wir das hinbekommen und jeder kam auf seine Bedürfnisse, doch irgendwann wurde er immer kälter. Ich hatte das Gefühl nicht mehr gesehen zu werden. Mein Bedürfnis wurde nicht mehr gestillt. Ich konnte es ihm sagen, so oft es ging aber es kam nur die Antwort: “Ich weiß nicht warum das gerade so ist aber ich brauch halt im Moment keine Nähe und Aufmerksamkeit.” Man Leo, ich brauchte sie aber, nicht mal mehr Händchen halten war drin. Wir waren nur noch eine WG, Küsse gab es nur noch zur Begrüßung und zum Abschied, aber wäre es keine Gewohnheit gewesen, hätte es nichtmal die gegeben.
Von da an merkte ich, das Liebe allein nicht ausreicht. Liebe ist mehr, als das was wir denken. Es sind nicht nur küsse und kuscheln. Liebe bedeutet das man aufeinander zugeht, auf die Bedürfnisse des anderen eingeht aber gleichzeitig auch akzeptiert das jeder andere Bedürfnisse hat.
Liebe braucht Kommunikation und Verständnis. Würdet ihr Leo und meine ganze Geschichte kennen wüsstest ihr wie ich zu solchen Kenntnissen kam, aber der Weg dahin, war verdammt schmerzhaft.
Manchmal muss Liebe erst weh tun, damit man versteht was Liebe ist und wie sie funktioniert.
© Emski 2024-07-02