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#kaffeeliebe#lebensglück#glücksgefühle

Ode an…

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Ode an… | story.one

Manchmal tritt jemand in dein Leben und du spürst sofort: Der oder Die ist es! Allein bei dem Gedanken an ihn/sie wird dir warm ums Herz und deine Laune bessert sich nicht nur um Nuancen, sondern schießt wie eine Rakete in bis dato nicht bekannte Sphären. Auch wenn das Leben dich mit den allerschlimmsten denkbaren Widrigkeiten auf den Boden der Realität zurückzuholen versucht, bleibst du weiterhin auf Wolke Sieben und feierst dort eine Party. Du bist unverwundbar. Nichts kann dir etwas anhaben. Du kannst alles schaffen, tanzt im strömenden Regen und freust dich darüber. Keine Arbeit ist dir zu umständlich, kein Weg zu weit, wenn du das große und seltene Glück hast, deinen Seelenverwandten oder deine Seelenverwandte endlich gefunden zu haben. In seiner/ihrer Gegenwart fühlst du dich einfach wohl, geborgen, sicher und zu Hause, ohne an einen bestimmten geographischen Punkt gebunden zu sein. Hauptsache er oder sie ist da. Von früh bis spät befindest du dich in einem Rauschzustand, der dich unkontrolliert grinsen lässt, als ob du eine Karotte quer gegessen hättest. Völlig egal, ob du dich gerade in einem Business-Meeting, in einem öffentlichen Verkehrsmittel oder bei einer privaten Veranstaltung befindest: Deine Umgebung wird sich nicht entscheiden können, ob du gerade eine Herzattacke durchlebst oder dir eben erst einen Joint gegönnt hast. Bestimmt würde jeder dieses Gefühl sein Leben lang festhalten wollen – doch eine kleine, leise, beharrliche innere Stimme wird es besser wissen und unaufhörlich davor warnen wollen, dass es nicht für immer so bleiben kann. Diese Stimme vollkommen zum Schweigen zu bringen dürfte höchstwahrscheinlich ein Ding der Unmöglichkeit sein. Hat man aber seine Praliné-Creme zur Schokoladenhülle, seinen Kaffee zum Filter, seinen Jaga zum Tee an seiner Seite lernt man diese störenden Zwischenrufe von den billigen Plätzen zu überhören. Ganz besonders dann, wenn man sich eine neue Dosis Glücksgefühl verschaffen kann. Und dafür sei zum einen Azteken und allen beteiligten indigenen Völkergruppen Mittelamerikas für die Erfindung der xocólatl und zum anderen Hirten und Mönchen (mutmaßlich) im heutigen Äthiopien für den ersten gerösteten Kaffee gedankt. Wie unvorstellbar trostlos wäre das menschliche Dasein wohl ohne zartschmelzende Endorphine und belebendes Koffein, die dich in besagte Sphären zu katapultieren vermögen?

© Bianca Teubl 2021-04-08

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