skip to main content

#magie#duundich#naturerlebnis

Das Zeichen

  • 290
Das Zeichen | story.one

Prolog: Wir sind viel in der Natur unterwegs. Und unvermittelt tritt es auf den Plan. Ich nenne es: das Zeichen. Als sich unsere Begegnungen auff├Ąllig h├Ąufen, beginne ich mit meinen Aufzeichnungen. Und stelle fest: Das Zeichen k├╝ndigt stets Strapazen an!

2007 KOCHER-RADWEG Etappe 1: Auf einem Steinhaufen an einer Weggabelung sitzt es: das Zeichen. Wir halten es f├╝r ein gutes Omen und nutzen die regenfreien Minuten f├╝r eine Rast. Ein Pfeil erregt unsere Aufmerksamkeit: Er weist hoch zu einer Kapelle. Wo uns leider eine verschlossene T├╝r und der n├Ąchste Regenguss erwarten. Wo ein Aufstieg, da ein Abstieg. Und umgekehrt. Folglich schnell hinunter und den Berg gegen├╝ber in Angriff genommen. Wo uns eine Herberge (auch f├╝r Nicht-Pilger) und eine hei├če Dusche erwarten. Fatalerweise auch die n├Ąchste Herausforderung, die Speisekarte:

S c h n i t z e l mit dunkler So├če heller So├če J├Ągerso├če Zigeunerso├če Pfefferso├če Kr├Ąuterso├če Bierso├če

S c h w e i n e b r a t e n mit dunkler So├če heller So├če J├Ągerso├če Zigeunerso├če Pfefferso├če Kr├Ąuterso├če Bierso├če

R i n d e r b r a t e n mit dunkler So├če heller So├če J├Ągerso├če Zigeunerso├če Pfefferso├če Kr├Ąuterso├če Bierso├če

Wir geben uns geschlagen, bestellen das zuoberst aufgef├╝hrte Gericht.

2008 KOCHER-RADWEG Etappe 2: Wieder einmal sind wir auf dem Weg den Fluss entlang. Und es nimmt uns nicht wunder, wieder ist es da: das Zeichen. Folglich wieder RaufRunterRauf. Diesmal grelle Sonne obendrauf. Als wir endlich den Torbogen zu Schloss Hohenstadt passieren, packt uns der ├ťbermut: Wir holen uns in der Kirche den Stempel f├╝r ersch├Âpfte Pilger. Auszeit im Caf├ę. Doch Sonnenstich plus Kaffee ergeben einen Kreislaufkollaps, beinahe.

2009 AN DER RISS BEI BIBERACH: Einladend liegt der Radweg da, eben, breit, beschattet von Alleen. Was will blo├č das Zeichen hier? Stumm nicken wir uns zu, entscheiden uns f├╝r Vertrauen. Auch als der Weg tiefer in den Wald hineinf├╝hrt, schwant uns nichts B├Âses. Oh Graus! Der gras├╝berwachsene Weg, bislang beschaulich und befahrbar, mutiert zunehmend zum Dickicht. Er ist wahrscheinlich l├Ąnger nicht mehr benutzt worden. Wir schieben, nein, wir hieven die R├Ąder ├╝bers Gestr├╝pp. Nach Stunden verlassen wir den Wald, zerstochen, zerkratzt, zerschunden.

2010 ESSINGEN: Die Neujahrswanderung f├╝hrt uns auf die Ostalb zu den Weiherwiesen, einer Hochebene mit unber├╝hrter Moorlandschaft. Den Anstieg schaffen wir locker, da mit Auto. Fantastischer Nebel. Die Silhouetten der Baumw├Ąchter wabern an den Weihern. Doch hartn├Ąckig leuchtet: das Zeichen. Mit Kilometerangaben! Also ehrlich, nach Santiago steht uns nicht der Sinn, eher nach einer Kneipe zum Aufw├Ąrmen.

Epilog: Noch oft sollten wir dem Zeichen begegnen. Auch an Orten, wo wir uns in Sicherheit w├Ąhnten. Mittlerweile meine ich die Botschaft des Zeichens entschl├╝sselt zu haben: ÔÇ×Lass dich ├╝berraschen. Man wei├č nie.ÔÇť

Danksagung: Den Pilgerwegen dieser Welt. Und der Achtsamkeit.

┬ę Brigitte Hieber 2020-09-26

eigenartigfremdeweltenabenteuerpurleidenschaftnaturerlebnisEssen und TrinkenEnergie und Kraft in der Natur tanken Hoppalas, die uns zum lachen bringenunvergessliche ReisenEssenMein JakobswegMagische NaturEin FEUER f├╝r DEUTSCHLAND ­čöą ÔŁĄ´ŞĆ ­čçę­čç¬ Urlaubs-Stories

Kommentare

Geh├Âre zu den Ersten, die die Geschichte kommentieren

Jede*r Autor*in freut sich ├╝ber Feedback! Registriere dich kostenlos,
um einen Kommentar zu hinterlassen.