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#weisheit#hilfe#verunsicherung

Wirklichkeit - Weniger

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Wirklichkeit - Weniger | story.one

Jede zum Zeitpunkt akzeptierte Täuschung ist die derzeitige Wirklichkeit.

Nichts muss wirklich sein und niemand kann es bestätigen.

Jeder hat seine eigene Wirklichkeit, was wahr ist und stimmt. Selbst wenn Tatsachen mit Fakten belegt werden, weiß niemand, ob sogar Handeln wirklich ist. Wirklich ist also, was derzeit auf uns wirkt und wir glauben, dass es stimmt. Wirklichkeit allgemein gibt es nicht, da sie keiner bestätigen kann, es existiert lediglich individuelle Wirklichkeit. Meine eigene Wirklichkeit ist für mich wahr und richtig. Ich kann sie bestätigen, für mich stimmt sie. Sie existiert, weil ich bin. Doch die Gültigkeit dieser erlischt mit mir selbst, denn jeder lebt in seiner eigenen Wirklichkeit. Von außenstehenden Betrachtern mag sie nicht richtig sein. Ob ich selbst nur von ihnen getäuscht wurde, kann ich nicht sagen, denn für mich stimmt, was für mich ist.

Real ist, was uns als richtig erscheint und irreal ist, was wir nicht glauben können. Jedoch bedeutet dies nicht, dass eines davon der Wahrheit entspricht.

Täuschung ist eine Form der Wirklichkeit, Täuschung ist etwas, das nicht ist, also ein Nichts, das ist. Eine entlarvte Wirklichkeit. Etwas, das vorgibt zu sein, doch durch neue Erkenntnisse irreal ist. Die höchste Stufe der Täuschung ist die Wirklichkeit.

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In dem Moment, in dem man das Paradies bemerkt, beginnt es zu zerfallen. Es bröckelt an den Rändern und je länger man es betrachtet, desto blasser wird es.

Ich habe mir meine Realität selbst erschaffen.

So viele Geschichten erlebt. So viel durchlebt. Gelebt? Nichts ist passiert.

Wie viele Erinnerungen hochkommen, wenn mir das durch den Kopf geht. Ist das alles wahr?

Ich sitze alleine im Regen. Gibt es Regen? Ich sehe keine Zukunft mehr. Nur Erinnerungen. Doch sie sind bloß im Kopf und sie sind nicht hier, also ist alles nichts und nichts ist passiert. Ich weiß nicht, wer ich bin und warum. Was passiert ist und wieso und ob. Was kommen wird.

Menschen sind nicht die, die sie vorgeben zu sein. Sie suchen sich. Ich suche mich. Ich habe mich selbst betrogen und damit meine Welt zerstört. Die Welt, die einzige, die es gibt, weil es für mich nur eine gibt; und ich das Universum bin, weil es nur meines für mich gibt. Und doch weiß ich nicht, wer ich bin. Ich ändere mich ständig und ich kann mich nicht finden. Vielleicht gibt es mich nicht.

Kennst du dich selbst? Du kennst deine Gedanken. Doch du erliegst Normen, Regeln, Formen und Gewissensbissen. Genau das bist doch du? Kennst du dich selbst oder die Person, die du gerne sein würdest?

Du bist nicht du selbst. Du bist nicht definiert. Du wandelst, änderst dich und unterliegst. Ergibst dich. Vielleicht gibt es dich nicht.

© Carmen Aschbacher 2021-08-11

AlltagsphilosophieVom Universum und den SternenAnders gedacht

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