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Ein bisschen Gora schnuppern

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Ein bisschen Gora schnuppern | story.one

Berge, Vulkane, Thermen (Onsen), Parks und GĂ€rten, ein malerischer See, zahlreiche Tempel, Schreine und Museen, viele Sporteinrichtungen, Wanderwege und kulinarische Geheimtipps machen Hakone und den Nationalpark zu einer abwechslungsreichen, unbeschwerten Spielwiese fĂŒr Erwachsene. Kein Wunder, dass dieses malerische Gebiet ein so beliebtes Ausflugsziel ist.

Die touristischen Piratenschiffe am Ashi-See bekam ich nicht zu Gesicht. Der Berg Fuji war hinter einem Wolkenschleier verborgen. Ja, ganz selten bekommt man hier den heiligen Berg der Japaner zu sehen. Die Anreise war lang gewesen. Aber eine Besichtigung sollte sich noch ausgehen, eine SehenswĂŒrdigkeit in nĂ€chster NĂ€he. Im Vorbeifahren hatte ich von der Bahn aus ein Open-Air-Kunstmuseum erblickt. Also los!

Die kurze Wegstrecke abwĂ€rts war leicht zu bewĂ€ltigen. Pech war nur, dass das Hakone-Open-Air-Museum eine halbe Stunde vor meinem Einlangen geschlossen hatte. Da standen also irgendwo da draußen Werke von Rodin, Picasso und Calder und viele weitere, aber ich gelangte nicht hin. Auch die knallbunten kinderfreundlichen Kunstobjekte, die online erwĂ€hnt sind, hĂ€tten mich interessiert. Aber so geht es, wenn man etwas nicht minutiös durchplant kein und auch keinen versierten FĂŒhrer dabei hat!

Da ich in meinem Leben schon viele Rodins, Picassos und Calders sah, erschĂŒtterte mich dieses Malheur gar nicht. Zumal man mich noch in den Vortempel des Heiligtums hineinließ, bestehend aus einem riesigen Indoor-Areal, in dem kleinere Kunstobjekte zu bestaunen waren, welches aber vor allem dazu diente, eine große Vielfalt an Kunst-Merchandise an den Mann zu bringen.

Fast mĂŒsste ich hellauf lachen, als ich plötzlich vor Motiven von Klimt in Tuch- und Keramikform stand. Sogar ein TĂ€schchen war dabei, optisch mit jenem identisch, das ich am Wiener Flughafen fĂŒr Madoka als Mitbringsel gekauft hatte. Kunstkarten mit Motiven von Toulouse-Lautrec. Und sogar der DĂŒrer-Hase war dabei. Die internationale Welt der Kunst ist ein Dorf!

ZurĂŒck von meiner Exkursion, ging ich auf leisen Sohlen in mein Quartier, um mich fĂŒr den Abend frisch zu machen. Da bewegte sich was im Zimmer! Eine Japanerin war gerade angekommen und bereitete ihren Schlafplatz vor. Mit dem Charme eines Menschen, der internationales Parkett gewohnt ist, sprach sie mich in schönstem Englisch an und wir stellten einander vor.

So lange war ich schon allein unterwegs, dass ich fassungslos ĂŒber ihr spontanes Angebot war, mit ihr Abendessen zu gehen. Sie gehe aber jetzt sofort los! Ich brauchte keine zwei Minuten, um startklar zu sein.

Bald darauf wurde ein Traum fĂŒr mich wahr. Ich saß mit einer kultivierten Japanerin, einer unabhĂ€ngigen ReisefĂŒhrerin, in einem urigen Lokal. Gemeinsam bestellten wir typische SpezialitĂ€ten. Sie erklĂ€rte mir die Zubereitung und wie man diese GemĂŒse, Beilagen und Saucen verzehrt. Ein Highlight! Sehr schade, dass es bei dieser kurzen Begegnung blieb.

© Clarissa_Smiles 2021-02-17

Japan XPsReif fĂŒr die Insel

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