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#kulturschock#stadtbesichtigung#cosplay

Osaka kennen und mögen

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Osaka kennen und mögen | story.one

Mit meinem Reisegepäck stand ich nun mitten in Osaka und macht mich auf den Weg zum einfachen Hotel Yuki Nipponbashi, in dem ich mit Booking.com ein Zimmer für drei Nächte gebucht hatte. Hier wollte ich mich akklimatisieren. Doch was war der Weg? Gute Frage. Mit der Buchungsadresse und der App Maps.me versuchte ich mich zu orientieren. Dies war das erste aber bei weitem nicht das letzte Mal, dass ich mich in Japan wie ein verirrtes Huhn fühlte.

Ein kluger Mensch baut vor, daher war ich auch noch mit Sprachen-Apps ausgestattet. Diese bestanden zwar den Test daheim, aber seltsamerweise versagten sie mir in Japan weitgehend den Dienst. Und so bekam ich schneller als vermutet die Bestätigung, dass es mit Englisch bei den Durchschnittsjapanern nicht weit her ist.

Doch mit ein wenig Irren und Wirren stand ich schließlich vor dem versteckten Hotel, das von extremer Einfachheit war. Das Zimmer war allerdings halbwegs gemütlich und ganz wichtig, Handy, Reserveakku, mobiles Modem und Laptop ließen sich aufladen.

Es war eine bewusste Entscheidung, dass ich mich erst mit diesem Land vertraut machen wollte und dann erst, schon ein wenig angepasst, einige Tage mit meiner Freundin Madoka in Tokio verbringen würde. Ein sprechender Lift, selbstverständlich in Japan. Auch in den Geschäften überall Geklingel und Melodien. Vogelgezwitscher und andere Sounds beim Überqueren der Straße.

Mit Madoka stand ich in elektronischer Verbindung. Von nun an verfolgte sie meine Erkundungen mit und gab mir Tipps. Sie habe in Osaka studiert und mag es mehr als Tokio, schrieb sie. Es sei eine Stadt für Feinschmecker und Liebhaber von Streetfood und ich solle unbedingt das Okonomiyaki probieren. Das unterließ ich bedauerlicherweise, aber dafür bekam ich von Madoka später eines zubereitet.

Was mich mehr faszinierte, was, dass ich den Eindruck hatte, mehrere filme gleichzeitig zu erleben. Immer stärker aufkommender Wind gemahnte mich, die Taifunwarnung ernst zu nehmen. Jeder Spaziergang hatte etwas Dramatisches. In den Parks umgestürzte Bäume vom Taifun, der kürzlich wütete. Wie der Hotelname Kennern verrät, befand ich mich in Nipponbashi bekannt für seine unzähligen Läden für Animé-Liebhaber mit Computerspielen, Animé-Heften, Animé-Figuren in allen Größen, unglaublich schreibend und laut.

Auf der Straße begegne ich erstmals Cosplay-Gestalten, die ich bisher nur vom Hörensagen und von YouTube kannte. Am hellichten Tag! Und schon wurde ich von einem entzückenden kleinen Mädchen mit neckischer Servierschürze angesprochen, das mich in ein Café locken möchte, in ein sogenanntes Maid Café. Da hatte mich der Kulturschock schon sehr. Verlegen wich ich diesem Angebot aus. Der Mut kam später.

Vorerst strebte ich vertrautes Terrain an, kulinarische Freuden und Kulturelles. Abendliche Lokal- und Barbesuche und eine ausgiebige Besichtigung der imposanten Burg Osaka waren die ersten Highlights meiner langen Reise.

© Clarissa_Smiles 2021-01-26

Japan XPs

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