skip to main content

#zukunftunsererkinder#diegedankenwerkstatt

Froggy's Schatzkiste – Trick 17

  • 98
Froggy's Schatzkiste – Trick 17 | story.one

#emotionale stressbewältigung Kids 7 - 9 Jahre

Mein Name ist Froggy. Ich bin ein Plüschtier und erzähle gerne Geschichten.

Mit Volksschulkindern spreche ich über herausfordernde Erlebnisse und wie ich diese meistere. Ich bin gerne an meinem Lieblingsort, mache Sport und ich spiele gerne draußen in der Natur. Am liebsten ist mir das Fangenspielen und wisst ihr, was ich da entdeckt habe? Ich bin sehr oft der Schnellste und schaffe es ohne große Anstrengung, alle einzufangen. Wisst ihr, warum das so ist?

Ich habe sehr lange Beine und mit diesen kann ich große Schritte machen. Ich weiß für mich ganz genau, dass ich das gut kann und darauf bin ich stolz. Das war nicht immer so. Ich weiß noch, als ich mit meiner Trainerin Irene mit Kindern im Sesselkreis saß. Ich war gut gelaunt, doch irgendwann hatte ich ein komisches Gefühl im Bauch. Ein paar Kinder haben gelacht und auf meine langen dünnen Beine gezeigt. Das hat mich traurig gemacht. Ich weiß selbst, dass sie etwas anders aussehen als bei anderen. Wenn so etwas passiert, dann reise ich immer in Gedanken an meinen Lieblingsort und erinnere mich ans Fangenspielen und davon erzähle ich dann den Kindern in der Gruppe.

Aber kennt ihr schon die neue Geschichte mit meinem Fahrrad? Schaut mal, mein großes Pflaster auf meinem Knie!

Ich habe ein super neues Fahrrad bekommen und musste es gleich meinen Freunden vorführen. Wir fuhren um die Wette und ich wollte auch da der Schnellste sein. Ich habe alle anderen überholt und dann kam diese enge Kurve. Ich habe gedacht, ich schaffe es, wenn ich mich nur schräg genug hineinlege. Da habe ich mich leider geirrt und der Baum, der da plötzlich vor mir stand, ging auch nicht auf die Seite. Ich weiß, dass Bäume nicht zur Seite springen können, aber wenn sie es könnten, dann hätte er das sicher gemacht. Ich war so super schnell.

Jedenfalls bin ich mächtig gestürzt. Ich glaube, dass eine riiieeßige Staubwolke in die Höhe aufstieg. Mein Fahrrad lag auf der Straße und ich neben dem Baum. Meine Freunde wollten gleich Erste Hilfe leisten. Das macht man, wenn sich jemand verletzt hat und man sieht, dass er Hilfe benötigt. Ich habe auf mein Knie geschaut und das Blut gesehen. Zuerst dachte ich, das ist nicht so schlimm, doch dann wurde ich vorsichtshalber ins Krankenhaus gebracht.

Ich habe gewusst, da wird mir geholfen, aber wenn ich ganz ehrlich bin, dann hatte ich doch ziemlichen Bammel davor. Ein Arzt hat es sich angesehen und gemeint, das man die Wunde säubern und nähen muss. Ich habe mich gleich an den Trick 17 erinnert, meine Hände auf den Bauch gelegt und beobachtet wie beim Atmen mein Bauch dicker und wieder dünner wird und ich habe gespürt was die Luft in meiner Nase macht. Der Arzt hat meinen Fahrradhelm angesehen und gesagt, dass ich einen coolen Glückshelm habe und dass ich stolz sein kann, weil ich bei der Wundversorgung so tapfer war.

Ich habe ihm nicht gleich verraten, dass das Trick 17 war, der mir beim Nähen geholfen hat und auch nicht, dass ich noch Trick 18 und 19 kenne.

© Die Gedankenwerkstatt 2021-07-14

Geschichten für Kinder und Jugendliche

Kommentare

Gehöre zu den Ersten, die die Geschichte kommentieren

Jede*r Autor*in freut sich über Feedback! Registriere dich kostenlos,
um einen Kommentar zu hinterlassen.