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#Afrika#paradies#wenneinereinereisetut

Tofo oder Tofu?

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Tofo oder Tofu? | story.one

Als einzige Ausländer sitzen wir um 5 Uhr morgens im Bus und treten die Fahrt nach Inhambane an. Keine Klimaanlage, dafür offene Fenster. Bei kurzen Stopps werden von Frauen am Straßenrand Wasserflaschen und Kekse, Bananen, Maracujas und Cashewnüsse, aber auch Brot, das in großen Körben am Kopf getragen wird, angeboten. Wir kaufen uns lediglich Wasser, allen anderen Angeboten sind wir kritisch, vorsichtig gegenüber eingestellt.

Der Busfahrer fährt gefühlte 120 km/h auf der Nationalstraße, der Hauptverbindung zwischen Süden und Norden. Wir fahren durch Xai-Xai (gesprochen: Schai-Schai) und machen auf halbem Weg halt. Klopause und Essenspause. Das Klo ist dermaßen ekelhaft, dass ich beschließe, einfach weniger zu trinken auf der weiteren Fahrt und das Risiko einer Fliegenattacke nicht zu riskieren. Meine Tochter kauft einige exotische Früchte, wir sind neugierig, wie sie schmecken, aber auch kleine Bananen, Mangos und Ananas.

Nach weiteren vier Stunden und einigen massiven Regenschauern, kommen wir bei strömendem Regen in Inhambane an. Jetzt noch ein Taxi finden und nach Tofo, nicht Tofu (!) - den Ort in dem Lalaland Africa liegt, fahren und dann ab an den Strand!

Nach weiteren 40 Minuten und einiger Suche, da Lalaland Africa sehr versteckt liegt, fahren wir vor. Mit 6 Koffern und 3 Handgepäck ist der Wagen knacke-voll. Unser Host Aaron, ein Amerikaner, erwartet uns! Es ist alles so, wie in der Beschreibung auf AirBnB: Palmwedeldach, Holzwände, Open-Air-Küche, Dusche im Freien unter einem riesigen Maracujabaum, eine Palme vor der Haustüre, viel Sand… dazu Vogelgezwitscher und ein Gospelchor, der am Nebengrundstück übt.

Wir sind im Paradies angekommen. Schnell mal an den Strand und sehen, wie der Indische Ozean aussieht.

Autsch! der Sand ist extrem heiß, ich verbrenne mir die Füße, sobald meine Zehen nur ganz ansatzweise den Sand berühren. Warum ist dieser Sand so extrem heiß, viel heißer als in Tunesien, meiner zweiten Heimat? Ich laufe an den Strand, der hinter einer Düne liegt und will gleich Schwimmen, aber es ist Flut und hohe Wellen. Mein Sohn kommt ins Schwärmen, dass er gleich mal surfen will - bei diesen hohen Wellen - als Anfänger?

Wir beschließen noch in den Ort, nach Tofo, zu marschieren, um vorab das Nötigste einzukaufen. Mit Rucksack und Taschen bepackt gehen wir los. Es ist anstrengend durch den tiefen Sand zu gehen - es gibt hier keine asphaltierten Straßen, sondern nur Sandpisten. Nur die Hauptstraße nach Inhambane ist asphaltiert. Es ist uns vertraut am Markt einzukaufen, zu feilschen und mit Charme einen besseren Preis zu bekommen. Wir kaufen Brot und Wasser und viel Gemüse und Obst und gehen über den Strand die 2 km wieder zurück. Völlig verschwitzt und erledigt kommen wir zurück. Puhhh - wir sind erschöpft vom Schleppen, der Sonne, dem Sand und der ewigen Anreise.

Ohne Auto wird das anstrengend auf Dauer - ob ich eine Lösung finde?

© die_sage_der_gudrun 2023-01-21

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