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Vertrauen und Ehrlichkeit

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Vertrauen und Ehrlichkeit | story.one

Sonnenschein und Morgensex! Reden, kuscheln, herumalbern, mehr Sex und noch mehr reden! Wenn zwei Menschen am Anfang stehen, ob Freundschaft, Beziehung oder irgendwas dazwischen ist es essentiell einen Weg zu finden, der gemeinsame Werte, Ideale, Tugenden und die Vorstellung von WertschĂ€tzung, WĂŒrde, Charakter, Erwartung zu einem dicken roten Faden zusammenbindet.

Aufrichtigkeit ist mir immer schon wichtig gewesen. Redlichkeit Menschen gegenĂŒber zu denen ich Vertrauen aufbauen will und das geht nur, wenn man selbst Vertrauen spendet, sein Innerstes öffnet weil Ehrlichkeit ist was fĂŒr starke Menschen, die Schwachen wĂ€hlen die LĂŒge. Und Vertrauen und Ehrlichkeit sind die wichtigsten Grundsteine in einer Beziehung. Aus eben diesen GrĂŒnden heraus habe ich Effy auch gesagt, ich bin bi-sexuell, weil ich es fĂŒr angebracht halte sie solle es wissen, auch um zu zeigen, ich halte sie fĂŒr reif, respektvoll, tolerant und offenherzig genug um mit ihr diese Wahrheit zu teilen. Denn indem ich ehrlich zu ihr bin, will ich ihr damit beweisen wie wertvoll sie auch mir ist. Wir kennen uns nicht so lange, aber das spielt keine Rolle, was zĂ€hlt sind die Momente.

Effy lĂ€chelte und meinte, sie habe es sich schon gedacht, weil ich eine ziemlich ausgeprĂ€gte feminine Ader habe und das ziere mich. Somit war das Thema auch schon beendet und in mir fĂŒhlte ich eine große Erleichterung.

Ich habe kein Problem mit der Ehrlichkeit. Vielleicht auch weil ich LĂŒgner verachte, unehrliche Menschen hasse, drum kann ich niemanden verletzen oder Wunden zufĂŒgen, weil ich selber schon zuoft im Leben verletzt und verwundet worden bin, und weiß wie schmerzhaft es sich anfĂŒhlt.

Und als wir heute beim FrĂŒhstĂŒck saßen, Toast, Marmelade, Fruchtsaft und Kaffee und andere Leckereien, fragte sie mich als ich die Nachrichten am Handy durchsah, wieso mir -, obwohl es verstĂ€ndlich ist -, die Tragödie um LEONIE so außergewöhnlich nahegeht? Das habe sie schon am Wochenende bemerkt, mich aber deswegen nicht gefragt, weil sie es fĂŒr unangebracht hielt, sie habe jedoch gesehen auf welch Weise es mich betroffen macht als reiße unter mir der Boden auf und ein schwarzes gieriges Loch verschlinge mich mit einem Biss.

Dann erzĂ€hlte ich ihr, dass auch ich eine Schwester hatte, die mit 13 Jahren verstarb; es ist Jahre her aber ich denke nach wie vor tĂ€glich an sie und die UmstĂ€nde mochten Ă€hnlich gewesen sein, jedoch schwieg ich hierzu. Effy fragte nicht nach, sie respektiert mein Schweigen, sogesehen – sie hĂ€tten die Möglichkeit es herauszufinden – habe ich es den Wenigsten erzĂ€hlt, was mit meiner Schwester passiert ist und solch Dinge sollte man nicht an einem sonnigen Tag beim FrĂŒhstĂŒck besprechen. Eines Tages werde ich es Effy erzĂ€hlen, das habe ich ihr versprochen. Noch ist die Zeit nicht reif, was nicht daran liegt, dass ich ihr nicht vertraue und sie zeigt VerstĂ€ndnis fĂŒr meine Situation und achtet meine GefĂŒhle.

Effy ist mir deswegen auch nicht böse, es gibt auch keinen Grund dazu.

© Effy Fluffy 2021-09-15

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