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#bergerlebnis

Naturwunder

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Naturwunder | story.one

Wieder sind wir dazu angehalten, unser Heim, unseren Lebensraum nicht zu verlassen.

Also nehmen wir unsere schon geübte Praxis wieder auf, um die Natur zu besuchen. Nicht lautstark und polternd, sondern ruhig und besonnen, um einen Teil davon zu genießen. Spaziergänge in der Sonne. Wohnst du aber an 2 Flüssen und es ist Winter, dann liegt häufig eine Nebeldecke über der Landschaft. Inversionswetterlage sagt der Fachmann. Nicht wie im Frühling, wo in der Au Blütenteppiche zu beobachten waren. Nein, wir, Mara und ich, wollen Licht und frische Luft atmen, zumindest 2-3 Stunden am Tag. Da stellt sich die Frage, wie dick ist die Nebeldecke, wie hoch sollen wir hinauffahren um die Sonne zu genießen. Dann machen wir uns auf den Weg und suchen die ersten Hügel. Ist hier noch Nebel? Nein, parken und spazieren gehen. Wenn doch noch Nebel ist, dann weiter, irgendwo wird es schon sonnig sein. Wir haben Glück, die Nebeldecke ist dünn, beschränkt sich auf die Flussniederungen, sodass wir nie weit fahren müssen.

Was wir hier in 2 Tagen erlebt haben, möchte ich euch schildern. Ist es das Spiel Nebel und Sonne, denn wenn die Sonne geht, dann füllt die Feuchtigkeit den Raum, der eben noch so herrlich Licht durchflutet war. Der Nebel im Wald macht die Sonnenstrahlen sichtbar. Mystische Momente, wenn Baumspitzen aus dem Nebel ragen, oder du hast die Sonne im Rücken, wirfst lange Schatten und im nächsten Moment kommt dir die volle Sonne entgegen. Ja, Reflektion einer großen Scheibe.

Ein Stück weiter ein Wald, dessen Stämme rot leuchten, das habe ich noch nie erlebt. Ddu gehst durch den Wald, drehst dich zur Sonne und da liegt sie grell und hell direkt am Waldboden auf. Gleich rollt sie den Weg entlang wie ein großer Medizinball könnte man meinen. Es sind Güterwege, auf denen wir uns bewegen. Eine Senke, ein paar Raben fliegen auf, wir gehen langsam weiter, dann wird der Himmel schwarz. Sind es 300 oder 400 Raben, die sich hier versammelt haben, sie wollen nicht weg, landen weiter hinten wieder. Schon am Heimweg, langsam fahrend, kommt ein großer Bussard von links angeflogen, vor dem Auto vorbei, landet auf der Schneestange, um sich gleich wieder abzustoßen und wegzufliegen. Eine Flugakrobatik nur 2 Meter entfernt. Ich sehe die Schwingen wie Propeller in der Luft als Nahaufnahme. Hundert Meter weiter noch ein Greifvogel auf einer Schneestange, er ergreift die Flucht und gleitet majestätisch nach rechts in 2 Meter Höhe zu einem anderen Platz, fast ohne Flügelschlag. Dann noch ein Reh im Wald, das sich gerade zur Ruhe begeben will. Ist es eines von den 9 Rehen, die ich am Silvestermorgen aus diesem Wald kommen sah?

© GONI 2021-01-02

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