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Glücksspiel

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Glücksspiel | story.one

Ich gebe es zu, auch ich bin einer jener Menschen, die schon seit ewigen Zeiten versuchen, endlich mal Fortuna davon zu überzeugen, dass es an der Zeit wäre, ihr Füllhorn über sie auszuschütten.

Anlässlich des 35-Jahre-Jubiläums der Österreichischen Lottogeschichte hab ich mich gedanklich einmal näher damit befasst und ausgerechnet, wie viel Geld jemand investiert hat, der von Anbeginn, im Jahr 1986, Woche für Woche, sein Börserl gezückt und in sein mögliches Glück vom Lottomillionär investiert hat. Zusätzliche Ausgaben für Euromillionen, Toto, Glückslose und eventuelle Teilnahmen an online Casinospielen wie Bingo, Roulette, Poker, Black Jack, Slots oder Sportwetten wurden dabei nicht in Betracht bezogen.

Seit Neuem hat die Lotteriegesellschaft von Zeit zu Zeit eine dritte Möglichkeit, freitags, geschaffen, um noch leichter Millionär zu werden, oder vielleicht auch nur, um den Spielfreudigen unter uns einmal mehr das Geld aus der Tasche zu ziehen. Beteiligt man sich wöchentlich nur zwei Mal am ›großen Glück‹ und investiert dabei jeweils 20 Euro, also 40 Euro in der Woche, so ergibt das jährlich immerhin schon den stolzen Betrag von 2.080 Euro. Bin ich von Beginn, also seit dem Jahr 1986 dabei, dann hat mir der Versuch, einen hohen Lottogewinn zu erzielen, immerhin 72.800 Euro gekostet. Nach alter Währung immerhin über eine Million Schilling! Dem entgegenhalten könnte man, dass nicht von Anbeginn zweimal die Woche Lotto gespielt wurde. Viele aber investieren wöchentlich um einiges mehr, weil sie auch die Möglichkeit, superreich zu werden, nützen und ebenfalls zweimal pro Woche dem ›Euromillionen-Glück‹ hinterherjagen. Dennoch freut sich jeder von uns, wenn ab und an kleinere Gewinne erzielt werden. Aber wie heißt es so schön: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Immerhin gibt es seit Beginn des Lottospiels österreichweit über eintausend Euro-Millionäre.

Na dann: Ankreuzen und ab zur Annahmestelle – oder ganz einfach online am PC, Tablet oder iPhone die Chance aufs Lottoglück wahrnehmen. Ganz nach dem Motto: Man gönnt sich ja sonst nichts!

Übrigens: Ich kenne tatsächlich jemanden, der zum Lottomillionär wurde. Sein bislang harmonisches Leben mit seiner Frau und den beiden Kindern veränderte sich binnen kurzer Zeit. Ein Haus, zwei Autos, Partys … und … eine junge Freundin waren es, die das kurze Luxusleben in Handumdrehen zur Farce gemacht hatten. Nach weniger als einem Jahr reichte seine Frau die Scheidung ein. Ihr wurde die Hälfte des noch vorhandenen Vermögens zugesprochen. Autos und teure Uhren musste der (Un)Glückspilz verkaufen. Seine junge Geliebte verließ ihn mit den Worten: „Ein armer Schlucker interessiert mich nicht. Geh zurück zu deiner Frau!“ Diese aber verliebte sich im Zuge der Scheidung in ihren Anwalt, mit dem sie bis heute glücklich und zufrieden, und nicht gerade in Armut, lebt. Dumm gelaufen, fällt mir dazu spontan ein.

© Harald Hartl 2021-09-01

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