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#italien#genuss#kochen

Auf den Spuren der Etrusker

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Auf den Spuren der Etrusker | story.one

Wir hatten uns eine alte Mühle im Süden von der Toskana gemietet. Mitten auf dem Land, nur Natur um uns herum. Idyllisch! Zum nächsten größeren Ort – Sarteano – konnten wir bequem zu Fuß laufen.

In dieser Ortschaft gab es eine winzige Trattoria mit nur fünf Tischen. Beabsichtigte man dort zu speisen, war es erforderlich, vorher zu reservieren. Der Besitzer, ein junger Mann bediente uns freundlich und zuvorkommend. Er fing immer mit den Worten an: „Heute haben wir folgendes gekocht!“ Und dann zählte er verschiedene Gerichte in den Kategorien „antipasti, primo piatto, secondo piatto e dolce“ auf. Die begnadete Köchin war seine Mutter. So fantastisch haben wir selten gegessen.

Ich erinnerte mich an ein ähnliches Lokal in Tirli, ebenfalls in der Toskana, wo ich Jahre vorher mit meinen Eltern, der großen Schwester und meinem Sohn war. Die Köchin kam nach unserem Lob aus der Küche und bis heute ziert ein Foto von ihr gemeinsam mit uns mein Fotoalbum.

In der Trattoria in Sarteano aß ich die Spaghetti all`etrusca. Die Etruskersoße zu den Nudeln hat mir so ausgezeichnet geschmeckt, dass ich sie Zuhause nach gekocht habe.

ZUBEREITUNGSZEIT: 20 Minuten

ZUTATEN für vier Personen

500 g Spaghetti

30 g entkernte Oliven

60 g getrocknete Tomaten

ein kleines Glas Sardellenfilets (80 g)

Olivenöl

Petersilie

Salz und Pfeffer

Pinienkerne

ZUBEREITUNG:

Für die Nudeln mit der Soße nach etruskischer Art, püriert man Oliven ohne Kerne, klein geschnittene Tomaten, Sardellenfilet, die Petersilie und etwas Olivenöl mit dem Stabmixer zu einer sämigen Creme. Nach Belieben mit Salz und Pfeffer würzen und mit den gekochten Nudeln gut vermengen.

Das ‚i-Tüpfelchen‘ sind dann die leicht angerösteten Pinienkerne, welche darüber gegeben werden.

Die Creme eignet sich aber nicht nur als Soße zu Nudeln, sondern ebenfalls als Antipasti: Dafür wird die Creme auf kleine getoastete Weißbrotscheiben geschmiert.

© Irene Hülsermann 2021-10-14

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