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Zu Besuch bei Fürstin Gina

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Zu Besuch bei Fürstin Gina | story.one

Wir packen unsere Reisetaschen für die nächsten 3 ½ Monate. Mit unserem Auto wollen wir die Schweiz, Frankreich und Spanien erkunden und auch den Jakobsweg erwandern!

Als unsere erste Destination haben wir jedoch Liechtenstein gewählt. Hier möchte ich unbedingt ein paar Tage verbringen. Über die Silvretta-Hochalpenstraße geht es hinunter in das Rheintal und ohne Einreisekontrolle in das kleine Fürstentum Liechtenstein.

Wir besichtigen die Hauptstadt Vaduz, spazieren durch die Fußgängerzone und am Rhein entlang und machen uns auf die Suche nach einer Unterkunft. Doch das wird schwieriger als erwartet. Die Hotelpreise sind astronomisch und selbst die Jugendherberge verlangt über 70 Euro pro Person in einem 6-Bett-Schlafsaal. Nein, danke.

Meinem Gefühl folgend fahren wir weiter. In Serpentinen geht es hinauf in das Bergdorf Triesendorf. Wir haben einen wunderschönen Blick über das Rheintal auf die Berge in der Schweiz. Die Hotelpreise liegen auch hier weit über unserem Budget. Und wir sind hungrig. Es gibt Pizza um EUR 30,00 als Tagesangebot. Da müssen wir zuschlagen.

Auf einer engen und steilen Schotterstraße fahren wir hinauf auf die Alm Sücka. Sie liegt auf 1.400 Metern am „Ende“ von Liechtenstein. Auf "booking.com" ist der Berggasthof ausgebucht. Wir versuchen - meinem Gefühl folgend - trotzdem unser Glück. Im Matratzenlager sind noch ein paar Plätze frei. Für liechtensteinische Verhältnisse sehr günstig, Frühstück gibt es auch dazu. Die Gemeinschaftsduschen sind sauber, die Toiletten auch. Wir bleiben 2 Nächte und genießen von der Terrasse einen romantischen Sonnenuntergang über der Bergwelt. Ein idyllischer Platz, nur das Bimmeln der Kuhglocken ist zu hören.

Am nächsten Tag brechen wir zu einer 6-stündigen Wanderung auf dem Fürstin-Gina-Weg auf. Benannt nach der äußert beliebten Mutter († 1989) des heutigen Fürsten Hans-Adam II.

Der prächtige Panorama-Rundweg führt auf einem blumenübersäten Grat mit einzigartigen Tiefblicken auf Vorarlberg und die Schweiz. Beim ersten Gipfelkreuz legen wir eine Pause ein. Über bunte Blumenwiesen in den Farben weiß-gelb-orange-rot-violett und über kleine Schneefelder besteigen wir den Augstenberg (2.359 Meter hoch). Am mächtigen Gipfelkreuz steht: „Ehre sei Gott in der Höhe“. Der Blick ist herrlich weit. Das ist ein schöner Beginn unserer langen Reise.

Beim Abstieg machen wir einen Einkehrschwung in die Pfälzer Hütte. Es gibt Chääs Chnöpfli (Käsespätzle) und Zürcher Geschnetzeltes. Als Dessert nach der anstrengenden Wanderung verspeisen wir noch Rebel us Liachtaschtää (Maisgrieß aus Liechtenstein mit Apfelmus).

Im Wintersportort Malbun bekommen wir einen inoffiziellen Stempel in unsere Reisepässe und schreiben ein paar Postkarten. Die sollten auf alle Fälle vor uns in der Heimat ankommen.

Zum Abschluss unserer Tour kühlen wir uns im Steger Stausee ab. Wir sind glücklich und zufrieden. Schön ist es bei der Fürstin Gina in Liechtenstein.

© kris-traveller 2021-03-14

BergerlebnisReisen

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